DIW-Präsident Fratzscher lobt Steuerkonzept der SPD

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Berlin. Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat das am Montag vorgestellte Steuerkonzept der SPD gelobt. „Das SPD-Steuerkonzept scheint einen klaren Plan zu haben, eine klare Priorität auf öffentliche Investitionen“, sagte Fratzscher der „Tagesschau“.

Das Steuerkonzept beinhalte „eine klare Umverteilung von oben nach unten, eine Entlastung gerade am unteren Ende“. Die SPD habe klare Vorschläge gemacht, um die Gruppen zu entlasten, die davon am meisten profitierten, und die das Geld auch am dringendsten benötigten, so der DIW-Präsident. Fratzscher betonte aber, dass die Menschen am unteren Ende „am meisten von einer Entlastung bei den indirekten Steuern“ profitieren würden: „Indem man die Mehrwertsteuer wieder absenken würde, könnte man die Menschen mit geringem Einkommen deutlich entlasten.“

Auch der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Anton Hofreiter, äußerte sich zu den SPD-Plänen: Nach seiner Ansicht geht das Steuerkonzept der SPD „grundsätzlich in die richtige Richtung“, auch die Grüne setzten die Schwerpunkte bei mehr Investitionen und der Entlastung von Familien, sagte Hofreiter am Dienstag. Bedauerlich sei aber, dass die SPD „bei der Vermögensteuer vor dem Lobbydruck der Superreichen eingeknickt“ sei. Außerdem würden die Vorschläge der SPD zur Bekämpfung des Steuerbetrugs hinter den Möglichkeiten zurückbleiben, so der Grünen-Fraktionschef. +++


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1 Kommentar

  1. Ein Anfang in die richtige Richtung ist gemacht! Die ersten Reaktionen der Union zeigen ihre steuerpolitische Verwirrtheit auf. Dass die Wirtschaft – wie immer – auch in Boomzeiten dagegen ist, hat nicht wirklich überrascht.
    Mein Vorschlag zur Einkommens-Steuerreform: das Greifen des Spitzensteuersatzes von 42% noch weiter hinaufsetzen (auf 80 TEUR), zur Kompensation den Höchststeuersatz von 45%, ggf. in Stufen, bis auf 60% erhöhen! Das wäre eine mutige Reform, die den Namen verdiente! Ähnlich mutig wie seinerzeit die Schröder’schen Agenda-Reformen, nur diesmal zu Lasten der wirklich gut Verdienenden!
    Und die Gegenangriffe werden auch nicht größer!
    Nur Mut! Es geht noch mehr!
    Es sind Wahlkampfzeiten:
    https://youtu.be/dOa-fcp74uU
    Und im übrigen: nach der Wahl ist vor der Wahl:
    http://youtu.be/0zSclA_zqK4
    Viel Spaß und neue Erkenntnisse beim Anhören!
    PS: In gleicher Weise auch Super-Einkommen zur Finanzierung von Renten/Kranken/Pflegeversicherung heranziehen! Und weshalb gewisse Superreiche bei der Erbschafts-Steuer „geschont“ werden ist ebenso wenig einzusehen wie der Verzicht auf die in vielen westlichen Ländern – wie früher auch in der BRD – übliche Vermögens-Steuer!

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