25. August 2016 20:23

Verkehrs­rechts­schutz: Viel Schutz für wenig Geld

Berlin. Es kracht auf deutschen Straßen – pro Minute etwa vier bis fünf Mal. Der Streit danach kann teuer werden. Im Vorteil ist, wer eine Verkehrs­rechts­schutz­versicherung hat, die für die Kosten des Rechts­streits aufkommt. Im Januar 2016 hat Test die Ergebnisse umfang­reich aktualisiert. Erfreuliches Ergebnis: Aus 114 Tarifen sind 24 Tarife sehr gut, 75 gut. Versichert sind Auto­fahrer, Radler und Fußgänger – oft auch Partner und Kinder.

Warum Verkehrs­rechts­schutz sinn­voll ist

Die Regulierung eines Unfall­schadens ist keine reine Formsache. Der Verursacher muss den Schaden zwar nicht selbst bezahlen, wenn er haft­pflicht­versichert ist. Dafür kommt seine Haft­versicherung auf. Will sie aber nicht zahlen, kommt es zum Streit zwischen ungleichen Gegnern: dem Geschädigten und dem Versicherungs­unternehmen.

Januar 2016: Verkehrs­rechts­schutz­versicherung aktualisiert

Verkehrs­rechts­schutz­versicherungen haben wir zuletzt 2015 getestet. Insgesamt konnten wir sie empfehlen. Über die Hälfte der Versicherer hatte damals aber bereits angekündigt, Preise und Leistungen zum 1. Oktober 2015 zu ändern. Diese neuen Bedingungen wurden geprüft und die Test­tabellen auf test.de aktualisiert. Man findet dort jetzt frische Test­urteile und aktualisierte Angaben zu den Versicherungs­bedingungen der einzelnen Policen. Das schöne Fazit der Nach­erhebung: Noch immer bietet die Versicherung viel Schutz für wenig Geld. Unser Test zeigt Ihnen, wo das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.

Güns­tiger als großer Rechts­schutz

Mit Jahres­beiträgen deutlich unter 100 Euro ist Verkehrs­rechts­schutz viel güns­tiger als Rechts­schutz, der für Privat-, Berufs-, Miet- und Verkehrs­recht gilt und pro Jahr ein paar hundert Euro kostet. Wer so viel nicht braucht und sparen will, ist mit der kleinen Lösung gut bedient.

Verkehrs­rechts­schutz im Test

Ein Allein­stehender braucht anderen Verkehrs­rechts­schutz als eine Familie mit Kindern. Die Tarife unterscheiden sich vor allem darin, welche Personen und wie viele Fahr­zeuge versichert sind. Geprüft haben wir Tarife für Familien mit einem Fahr­zeug, für Familien mit mehreren Fahr­zeugen, für Allein­stehende mit und ohne Fahr­zeug.

Das sind die wichtigsten Erkennt­nisse aus dem Test

  • Fast alle Familien­tarife mit einem versicherten Fahr­zeug sind gut und günstig.
  • Rechts­schutz für mehrere Fahr­zeuge muss nicht teurer sein als für nur ein Fahr­zeug.
  • Verkehrs­rechts­schutz für Allein­stehende ohne Fahr­zeug ist vor allem für Nutzer von Cars­haring interes­sant.
  • Auch die guten Tarife sind empfehlens­wert und teil­weise deutlich güns­tiger als die sehr guten.
  • Die Preise der sehr guten Tarife beginnen bei 38 Euro pro Jahr für Allein­stehende ohne Auto und 93 Euro für Familien mit mehreren Fahr­zeugen, wenn ein Selbst­behalt von 150 Euro vereinbart ist.

Rechts­streit wird schnell sehr teuer

Die Kosten eines Streits können sich schnell auf mehrere tausend Euro belaufen – abhängig vom Streit­wert. Dieser richtet sich zum Beispiel nach den Reparatur­kosten für eine zerbeulte Stoß­stange oder der Höhe einer Rechnung, über die sich Werk­statt und Versicherter streiten.

Ein Kostenbei­spiel:

Der Geschädigte will 1 000 Euro für die Reparatur eines Blech­schadens einklagen.

  • Gesamt­kosten erste Instanz: rund 770 Euro
  • Nach zweiter Instanz: rund 1 560 Euro
  • Nach dritter Instanz: rund 2 600 Euro
  • Gutachter­kosten können hinzukommen, die der Kläger vorab zahlen muss.

Was die Versicherung zahlt

Mit einer Verkehrs­rechts­schutz­versicherung geht der Versicherte kein Risiko ein, wenn der Streit vor Gericht landet: Die Versicherung kommt für den eigenen und den gegnerischen Anwalt auf, trägt die Kosten für Gericht und gericht­liche Gutachten. Aber auch, wenn der Fall außerge­richt­lich mithilfe eines Anwalts geklärt wird, über­nimmt der Versicherer die Kosten. +++ fuldainfo

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