
Daniyel Cimen – und das spricht für den Menschen, der im Trainer steckt -, redet nichts schön und alles andere als um die Fakten herum. Mit 1:5 (0:3) unterlag seine SG Barockstadt Fulda-Lehnerz im Spiel beim VfR Mannheim. Er glaube, sagte er, „seitdem ich Trainer in Fulda bin, war es das erste Mal, dass weder das Spiel mit noch das ohne Ball nicht ausgereicht haben, um in der Regionalliga zu bestehen.“ Fuldas Treffer zum Zwischenstand von 1:3 gelang Milian Habermehl, der zu Beginn des zweiten Abschnitts einen Eckball von Leon Pomnitz einköpfte.
Schön ist sie nicht, die Bilanz der SGB. Die fünfte Niederlage in Folge häufte sich an, mit nur fünf Punkten aus jetzt neun Spielen ist das Team weiterhin Vorletzter, und nach dem Saison-Auftaktsieg in Trier glückte kein dreifacher Punktgewinn mehr. Doch man sollte nicht den Fehler machen, den Trainer infrage zu stellen, sondern eher die Tauglichkeit des Kaders bewerten.
„Wir standen heute seht tief und kompakt“, schob Cimen nach, „doch was hilft es, wenn selbst in dieser Kompaktheit ein Spieler im Fünfer schneller handelt und trifft“. Er meinte Mannheims dreifachen Torschützen Anas Alaoui, der binnen zehn Minuten dreimal traf, einen blitzsauberen Hattrick hinlegte – und die Basis zum deutlichen Sieg des Kontrahenten legte.
Keine Frage: In diesen Phasen hatte die SGB einen tiefen Blackout. Einen, der in dieser Form nicht passieren darf. Und zu diesem Zeitpunkt. Dem Gast half auch der Treffer zum 1:3 nicht; wenn sie in dieser Phase das Spiel hätte länger offen halten können, wäre vielleicht noch etwas möglich gewesen. Doch nach Berishas zauberhaftem Freistoß zum 4:1 nur sechs Minuten später und nach nicht mal einer Stunde war jeglicher Funke der Hoffnung erloschen. „Das sind aber zu viele Eventualitäten“, wollte Cimen auch diesen Moment nicht gelten lassen. Vielmehr sprach er von einer „sehr enttäuschenden und ernüchternden Niederlage. Wir brauchen nichts schönzureden.“ Worte, die sitzen und hoffentlich ankommen. Worte, die auch im Menschen Cimen stecken. Nicht nur im Fußballtrainer.
VfR Mannheim: Nreca-Bisinger – Hartmann, Rupp, Esswein (69. Pander), Becker, Berisha (63. Krüger), Ristl, Alaoui (79. Ramusovic), Moreno Giesel, Hetemaj, Seifert (63. Sentürk)
SG Barockstadt: Horz – Kraft (84. Iljazi), Habermehl, Frey, Hillmann – Sarpei (46. Wähling) – Ivankovic (61. Gün), Pomnitz, Dittmann, Reinhard (46. Mitfari) – Elekwa (61. Lokaj)
Schiedsrichter: Nico Dönges
Tore: 1:0 Anas Alaoui (22.), 2:0 Anas Alaoui (25.), 3:0 Anas Alaoui (32.), 3:1 Milian Habermehl (52.), 4:1 Flamur Berisha (58.), 5:1 Mehdi Hetemaj (90.) +++ rl

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