Bei der Gedenkfeier nach dem Terroranschlag von Hanau sind die Ansprachen von prominenten Politikern mehrfach von Zwischenrufen unterbrochen worden. Zuletzt rief eine Frau gut hörbar „das ist kein Rassismus“, als Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gerade seine kurze Ansprache auf dem Markt von Hanau beendet hatte. Zuvor hatte er den Zusammenhalt der Gesellschaft beschworen, ebenso wie vor ihm Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und der Bürgermeister von Hanau, Claus Kaminsky (SPD). „In dieser Stunde spüren wir, dass wir nicht alleine sind“, sagte Steinmeier.
Auch in vielen anderen Städten in Hessen gab es Gedenkveranstaltungen. Am Brandenburger Tor in Berlin kamen Spitzenpolitiker verschiedener Parteien zu einer Gedenkveranstaltung zusammen. In Kassel legten vor dem Rathaus trauernde auf der Rathaus Treppe Rosen ab und zündeten Kerzen an. In Frankfurt hatte unter anderem der Deutsche Gewerkschaftsbund zu einer Mahnwache vor der Paulskirche aufgerufen. Auch der Luisenplatz in Darmstadt wurde zum Treffpunkt. Auf dem Universitätsplatz in Fulda versammelten sich die Menschen zu einer stillen Mahnwache und zum Gebet.
In Hanau hatte ein Attentäter am Mittwochabend zehn Menschen erschossen, darunter neun mit Migrationshintergrund und seine Mutter. Offensichtlich tötete er sich schließlich selbst. +++
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