Zweites Vatikanisches Konzil – Kunstprojekte der Bischofskonferenz vorgestellt

Fulda. Aus Anlass des 50jährigen Jubiläums des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) veranstaltet die Deutsche Bischofskonferenz im Jahr 2015 ein Mehrsparten-Kunstprojekt. Es trägt den Titel „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst“. Bischof Dr. Friedhelm Hofmann, Bischof von Würzburg und Vorsitzender des Projektbeirats, stellte in Fulda im Rahmen eines Pressegesprächs das an mehreren Orten Deutschlands geplante Projekt vor. Eingeladen sind Bildende Künstler, Theatermacher, Schriftsteller und Musiker; sie sollen wesentliche Impulse des Konzils für das 21. Jahrhundert sicht- und hörbar machen.

Sein Motto erhält das Kunstprojekt von dem wichtigen Konzilsdokument „Gaudium et spes“ (1965), das mit den Worten beginnt: „Freude und Hoffnung (Gaudium et spes), Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi.“ Bischof Hofmann betonte, dass diese Aussage für die katholische Kirche aktueller denn je sei und erinnerte daran, dass Papst Franziskus erst jüngst in seinem Apostolischen Schreiben „Evangelii gaudium“ (2013) eine einfühlsam-solidarische Kirche zum Leitbild erklärt hat. Dies sei für die Bischofskonferenz ein Impuls gewesen, das Konzilsjubiläum mit überraschenden und experimentellen Kunst-Formaten aufzugreifen: Gemeinsam mit internationalen Künstlerinnen und Künstlern und den Menschen vor Ort soll der Diskurs über Freuden, Hoffnungen, Trauer und Ängste unserer Zeit angestoßen werden.

Das Kunstprojekt bespielt mehrere Orte, die jeweils besondere Aspekte von „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst“ symbolisieren: Das über Kriegsruinen erbaute Museum Kolumba in Köln, das seine Jahresausstellung 2014/2015 „playing by heart“ dem Thema „Freude und Hoffnung“ widmet und mit einem entsprechenden Begleitprogramm die „Werkstatt Kolumba“ vielfältig erfahrbar macht; Kurator: Dr. Stefan Kraus mit seinen Mitarbeiterinnen (Köln); Eröffnung war bereits am 14. September 2014. – Die Literaturstadt München mit einem mehrtägigen Literaturfest, das zeitgenössische Literaten an speziell ausgewählten Orten zu Lesungen und zum Austausch einlädt; Kurator: Prof. Dr. Erich Garhammer (Würzburg). Das Rudolf-Virchow-Zentrum für Experimentelle Biomedizin in Würzburg, ein Institut für medizinische Grundlagenforschung der Universität Würzburg, mit einer Kunstausstellung; Kuratorinnen: Dr. Ulrike Lorenz und Dr. Anne Vieth (Mannheim). – Die Grenzstadt Konstanz mit einem Straßentheaterfest, das verschiedene afrikanische sowie lateinamerikanische Theatergruppen einbindet; Kurator: Prof. Dr. Christoph Nix (Konstanz). – Die UNESCO-Welterbestätte Kloster Lorsch, die heute einen interkulturellen Schwerpunkt hat, mit einer Ausstellung von Studierenden verschiedener deutscher Kunsthochschulen; Kurator: Prof. Dr. Florian Matzner (München). – Der Campingplatz in Schillig an der Nordsee, der zum Ort eines kommunikativen Kunstprojekts wird, das sich mit Fragen der Landschaft auseinander setzt; Kurator: Dr. Falk Wolf (Düsseldorf). – Die Bonifatius-Stadt Fulda, Grabstätte des „Apostels der Deutschen“, mit einer Kunstaktion auf dem Domplatz, welche die Beziehung von Kirche (Dom) und Öffentlichkeit (Stadtplatz) ausdrücklich thematisiert; Kuratorin: Dr. Angelika Nollert (München). – Das ehemalige Parlamentsgebäude „Ständehaus Düsseldorf“, heute Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, mit einer Ausstellung „The Problem of God“ im K 21, die sich auf die Suche nach Spuren christlicher Ikonografie in der bildenden Kunst der Gegenwart macht; Kuratorinnen: Direktorin Dr. Marion Ackermann und Dr. Isabelle Malz (Düsseldorf). Sämtliche Einzelprojekte setzen mit künstlerischen Mitteln um, was die Katholische Kirche im Zweiten Vatikanischen Konzil als ihren Gründungsauftrag begreift: eine hörende Kirche und solidarische Gefährtin der Menschen zu sein, die um deren Lebenswirklichkeiten, Hoffnungen, Sorgen und Nöte weiß und sie mit ihnen teilt. +++ fuldainfo

 
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