Der Mode-Versandhändler Zalando will sein Logistikzentrum in Erfurt mit 2.700 Mitarbeitern bis Ende September 2026 schließen. Diese Schließung sei Teil der Neugestaltung des Logistiknetzwerks, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Der Schritt sei "schwierig, aber notwendig". Darüber hinaus sollen Verträge für drei Standorte außerhalb Deutschlands, die externe Dienstleister für Zalando und About You betreiben, nicht verlängert werden.
Der Konzern sagte seinen Mitarbeitern in Erfurt sowie ihren Vertretern sowie allen relevanten Partnern einen "offenen Dialog" zu. Man werde Verhandlungen mit dem Erfurter Betriebsrat über einen "Interessenausgleich" und einen Sozialplan aufnehmen.
Auch Zalando-Chef David Schröder sagte den Beschäftigten im schließenden Logistikzentrum finanzielle Unterstützung zu. "Wir wollen in enger Zusammenarbeit mit der Belegschaft und dem Betriebsrat eine Lösung finden, die für alle Seiten passt", sagte Schröder der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
Der Konzern habe sich auf einen "signifikanten Beitrag" eingestellt und werde mit dem Betriebsrat auch über die Möglichkeit einer Transfergesellschaft sprechen. "Unser Hauptziel ist, dass möglichst viele Mitarbeitende einen anderen Job finden", sagte Schröder. Zalando werde auch anbieten, dass Mitarbeiter an einen anderen Standort wechseln und beim Umzug unterstützen. Der Konzern betreibt auch Logistikzentren in Mönchengladbach, Gießen und Lahr im Schwarzwald. Der Standort in Gießen sei noch im Aufbau, sagte Schröder. "Wir können also relativ viele Jobs zumindest im Nachbarbundesland anbieten." +++

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