Wenn es Nacht wird, wird das Tanken teuer

Tanken

Fulda. In letzter Zeit ist an den Tankstellen ein besonders Phänomen zu beobachten. In der Zeit zwischen etwa 20.00 bis 06.00 Uhr sind die Benzinpreise bundesweit um bis zu 12 Cent höher als tagsüber. Der AVD sieht hier einen klaren Kartellverstoß. "Denn ALLE Tankstellen machen es so und erpressen damit die, die nachts tanken müssen. Aber das Kartellamt schweigt", so Johannes Hübner, vom Automobilclub von Deutschland gegenüber fuldainfo.

"Leider habe die Benzinpreisbeobachtung durch das Kartellamt nicht dazu geführt, dass, wie ursprünglich vorgesehen, die Preise nur noch alle 12 Stunden 1-mal verändert werden dürfen", so der Sprecher weiter. Folglich spielen die Mineralölkonzerne mit dem Verbraucher Volksverdummung und ändern die Preise bis zu 5-mal täglich. Welcher Preis für Super E 10 ist denn der Richtige, wenn es um 6:30 h genau 142,9, um 10 Uhr 139,9, nachmittags 144,9, am Abend wieder 142,9 und nachts dann 154,9 kostet?", so der AVD weiter.

Es soll eine völlige Preisverunsicherung der Kunden hervorgerufen werden. Das alles funktioniert auch deshalb, weil es inzwischen im Fahrzeugbestand mehr als 50 Prozent Firmenwagen sind, deren Besitzern und Fahrern die Preise egal sind, somit darf sich die Mineralölindustrie darauf verlassen, dass mehr als 50 Prozent der Autofahrer ohnehin nicht protestiert. Das führt dazu, dass der Preis ohne Marktanlass (Krisen, kriege etc.) im Mittel um mehr als 20 Cent zu hoch ist! Den Finanzminister freut's - er kassiert 75 Prozent der Spritkosten. Der AvD rät deshalb, schon bei halbvollem Tank wieder dort nachzutanken, wo es am billigsten ist - dann kann man die Nachtabzocker links liegen lassen. Auch der ADAC registriert, dass die Preise Abends deutlich angehoben werden und im Tagesverlauf dann wieder sinken. +++ fuldainfo


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