Berlin. Die Bundesregierung spart nach einem Bericht der „Saarbrücker Zeitung“ drastisch bei Qualifizierungsmaßnahmen für arbeitslose Hartz-IV-Empfänger. Demnach ist die Zahl der Teilnehmer an beruflichen Weiterbildungskursen in den letzten fünf Jahren um ein Drittel gesunken. Das Blatt beruft sich für seine Angaben auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag.
Demnach ist die Zahl der arbeitslosen Hartz-IV-Empfänger, die von staatlichen Qualifizierungsmaßnahmen profitieren, seit 2010 um rund 76.000 auf knapp 150.000 Personen zurückgegangen. Das ist ein Minus von 34 Prozent. Die Ausgaben der Jobcenter zur Förderung der beruflichen Weiterbildung sanken im gleichen Zeitraum von 923 Millionen auf 681 Millionen Euro. Das sind 26 Prozent weniger als im Jahr 2010. Dagegen ging die Zahl der arbeitslosen Hartz-IV-Bezieher seitdem nur um neun Prozent zurück. Gut jeder zweite Arbeitslose (55,5 Prozent), der im vergangenen Jahr auf staatliche Grundsicherung angewiesen war, verfügte über keinen ordentlichen Berufsabschluss.
Die Arbeitsmarktexpertin der Linken, Sabine Zimmermann, sprach von einem „Kahlschlag“ in der Arbeitsmarktpolitik. „Statt an der Zukunft der Erwerbslosen zu sparen brauchen wir mehr Geld für gute Arbeitsförderung“, sagte Zimmermann. Dies sei auch deshalb dringend geboten, um Flüchtlinge fördern zu können. +++ fuldainfo
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LOL
Da baut man ein Rettungsschiff für 18530 Personen und dann kann man nicht auslaufen, weil die Mannschaft das Geld für den Treibstoff versoffen hat?
Wer selbst nicht von Hartz IV betroffen ist, wird nicht verstehen, warum solche Menschen nicht wieder arbeiten oder ständig in sog. 1 EURO Jobs Gelegenheitsarbeit verrichten ohne Zukunftsperspektive oder irgendwann in die Rente abgeschoben werden.
Ich bin selbst seit vielen Jahren von Hartz IV betroffen und kann nur jedem, der in die Mühlen der BA und der „Fortbildungsmafia“ gerät, raten: Gute Nerven und eine gute Rechtsschutzversicherung sollte man haben.
Am Anfang habe ich auch geglaubt (Glaubensphase), schnell wieder eine Arbeit zu finden und habe mich daher fleissig überall beworben. Aber mit der Zeit begreift auch der einfachst gestrickte Mensch, daß es dem System gar nicht darum geht, Dich in Arbeit zu vermitteln sondern man hält dich, solange es geht in verschiedensten sog. Qualifizierungsmaßnahmen oder Gelegenheitsjobs. Denn das System braucht Dich als Existenzberechtigung.
Nach einigen Jahren, wenn die Frustphase reif ist, geht dann das System langsam dazu über, dich in die Frührente zu schicken, wenn Du nur genügend „Maläste“ hast.
Dumm nur daran ist, daß sich hier zwei Systeme streiten: Das Hartz IV System meint: Du bist zu nichts mehr zu gebrauchen, also arbeitsunfähig. Dem gegenüber steht das Rentensystem, das gar kein Interesse daran hat, Dir was zu zahlen. Also wird man irgendwann wieder arbeitsfähig begutachtet und fällt dem System weiter zur Last. Das betrifft sowohl Schwerstkranke als auch nervlich Angeschlagene, wie mich.
Übrigens: ein Bekannter von mir, der jahrelang überall gearbeitet hat, arbeitslos wurde und jetzt 50 ist, hat über die BA an einer sog. „Umschulungsmaßnahme“ teilgenommen. Der sucht jetzt (Glaubensphase) verzweifelt anhand seiner „neuen Qualifikation“ einen Job, findet aber nix, weil die Qualifikation nichts taugt.
Und dieses tolle System, was in keinster Weise dazu taugt, auch nur irgend jemanden in Arbeit zu vermitteln (siehe Statistiken BA oder Kreisjobcenter FD), soll demnächst Millionen Flüchtlinge in den deutschen Arbeitsmarkt integrieren, die selbst erst mal Deutsch und eine Ausbildung benötigen?
Nie im Leben.
Falls das gelingen sollte, heisse ich ab sofort Meier!
Aber in Deutschland gibt es ja bekanntlich jede Menge „Sommermärchen“:
u.a. Fussball WM 2006 in Deutschland ;-)
Das nächste wartet schon: WIR SCHAFFEN DAS!