Weihnachtsbaum aus der Rhön im Bundestag

Berlin/ Fulda. Einen ganz besonderen Weihnachtsgruß überbrachte der Naturpark Hessische Rhön dem Deutschen Bundestag: einen Rhöner Weihnachtsbaum. Die fast 5 Meter hohe Tanne wurde vom Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages, Johannes Singhammer, MdB in Empfang genommen. Singhammer dankte „den Menschen in der Rhön für dieses schöne Geschenk, das uns gerade in der Weihnachtszeit die Bedeutung und die Schönheit unserer Natur und unserer Schöpfung vor Augen führt“.

Der Fuldaer Wahlkreisabgeordnete Michael Brand, dessen Unterstützung den „Rhöner Weihnachtsbaum in Berlin“ mit ermöglicht hat, betonte die „wunderbare Symbolik, dass im 25. Jahr nach dem Fall des Eisernen Vorhangs in der Rhön und der Mauer in Berlin dieser besondere Weihnachtsbaum nun hier im Bundestag strahlen kann“.

Der Geschäftsführer des Naturparks Hessische Rhön, Torsten Raab war gemeinsam mit dem Vorstandsmitglied des Verbandes Deutscher Naturparke e. V., Dr. Mario Schrumpf und Schülerinnen und Schülern der Jahnschule Hünfeld im Landkreis Fulda nach Berlin angereist. Mädchen und Jungen der Jahnschule (Haupt-und Realschule) haben in vielen Stunden den Baumschmuck aus regional spezifischen Rhönschafen, Sternen aus dem Sternenpark Rhön und Rhöner Äpfeln für den Weihnachtsbaum im Bundestag gebastelt.

„Wir freuen uns ganz besonders, dass wir aus der Rhön diejenigen sind, die in diesem Jahr den Baum für den Deutschen Bundestag bereitstellen dürfen“, sagte Torsten Raab, der Geschäftsführer des Naturparks Hessische Rhön. „Dass wir heute in Berlin 25 Jahre nach dem Mauerfall im Bundestag stehen, um kurz vor Weihnachten in einem geeinten Deutschland diesen Baum an den Deutschen Bundestag zu überreichen, erfüllt mich mit Freude und Dankbarkeit. Ich wünsche uns allen, dass dieser Baum auch ein Zeichen des Friedens und der Einheit sein möge“, so Raab.

Seit dem Jahr 2002 stellt jedes Jahr zu Weihnachten ein Naturpark gemeinsam mit dem Verband Deutscher Naturparke (VDN) einen Weihnachtsbaum im Bundestag auf. Gestiftet wurde der diesjährige Baum vom Naturpark Hessische Rhön aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums des Mauerfalls. Der Naturpark Hessische Rhön befindet sich unmittelbar an der Grenze zu Thüringen und liegt heute als Teil des länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservats Rhön mitten im Herzen des wiedervereinigten Deutschlands. +++ fuldainfo

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9 Kommentare

  1. Wir reden über die Weihnachtszeit und da finde ich, ist es eine schöne Geste, wenn man den Parlamentariern im Bundestag zeigen kann, daß auch aus der Rhön schöne Bäume kommen. Damit macht man auf sich aufmerksam. Und das ist gerade in Berlin für die Region Fulda sehr wichtig.

    Mehr möchte ich DAZU nicht sagen.

    Aber wenn wir schon mal bei Weihnachten sind: Wie viel größer wäre die Symbolkraft dieses Baumes, wenn man sich hier in der Region des Reichtums besser bewußt wäre und wenn an Weihnachten all die gutverdienenden Politiker, Beamte, Ärzte und Unternehmer in einer gemeinsamen wohltätigen Aktion Bedürftigen armen Menschen aus der Region ein schönes Weihnachtsfest gestalten würden. Und wenn dieses Verhalten zum Vorbild für andere in Deutschland werden könnte, wären wir ein gutes Stück weiter.

    Wer einmal in die strahlenden Augen eines Kindes geblickt hat, dem man unerwartet in dieser Zeit eine Freude machen konnte, wird den Satz verstehen: Was Du dem geringsten meiner Brüder hast getan …

    Denn auch in Fulda wie überall in Deutschland gibt es arme Menschen und arme Kinder. Denkt auch mal an die! Gerade jetzt!

    Wer also nicht weiß, wem er dieses Jahr eine Freude machen soll (wo man ja eh schon alles hat): Beschenkt einfach mal einen Unbekannten, den Nachbarn, einen Arbeitskollegen oder eben einen armen Menschen. Dann bekommt Weihnachten wieder einen Sinn.

    Und denkt auch an die, die Weihnachten alleine sind!

  2. Buchonia – Die Rhön:klassisches Buchenland
    Schon mal was von Buchonia gehört? Wenn schon, dann hättet Ihr eine Buche in den Bundestag schleppen müssen und keine Edeltanne. Das wäre ein wirkliches Stück Rhön gewesen. Vielleicht dann zu Ostern?

  3. Liebe Leute, das ist doch Kleingeisterei, was Ihr hier betreibt. Es gibt wichtigere Dinge, als sich über diesen Baum aufzuregen. Gönnt den Abgeordneten doch den Blick auf einen prächtigen Rhöner Tannenbaum! Und lasst sie den schönen Schmuck von den Hünfelder Schülern bewundern. (Toll, dass einige der Schüler sogar mit in Berlin sein durften…)
    Besinnung wenigstens zur Adventszeit tut allen Menschen gut, auch den Abgeordneten in Berlin, die gewichtige Entscheidungen zu treffen haben. Ich zumindest schließe mich Herrn Raab an und sage: „Ich wünsche uns allen, dass dieser Baum auch ein Zeichen des Friedens und der Einheit sein möge.“

    • Großzügiger Geist drückt auf die Tränendrüsen. Das muss nicht weiter kommentiert werden. Die Hünfelder Schüler können Ihren Schmuck auch an einen Berliner Tannenbaum hängen.
      Es ist im Übrigen auch interessant, dass „Der Fuldaer Wahlkreisabgeordnete Michael Brand“ den „Rhöner Weihnachtsbaum in Berlin“ m i t e r m ö g l i c h t hat…. Mit was denn eigentlich, Herr Brand? Und wieso eigentlich immer alleine. Vielleicht mal mit der MdB Kömpel zusammen (Stichwort: Große KOA in Berlin / keine in der Rhön). Er muss halt immer seine Nase vorne dran haben. … Und natürlich entsprechend zu allem Möglichen, jetzt auch schon zu einem Weihnachtsbaum reden …

  4. An Fuldainfo.de: Bitte bei Landrat Woide anfragen, was diese unsinnige Imageaktion den Steuerzahler gekostet hat und wer hierfür verantwortlich zeichnet bzw. Die Idee dafür aus welchem Grund hatte. AUCH, aus welchen Haushaltsmittel bezahlt wurde. Kosten für Baum, Transportkosten, Personalkosten, Kosten für Dienstausfall, Pressearbeit , Fotograf etc. Und Berechnung des Umweltverbrauchs. Denn es soll ja wieder einmal CO2 eingespart werden.
    Danke.

  5. Da würde mich doch einmal interessieren, was der Spaß gekostet und wer das bezahlt hat: Transport des Baumes, Dienstreisen, Arbeitsausfall in der Rhön, der bestellte Fotograf. Das Buffet im Bundestag etc.
    Wer hat die Genehmigung dafür erteilt?
    Ich darf doch davon ausgehen, dass das Ganze aus öffentlichen Mitteln bezahlt wurde und erwarte deshalb eine Offenlegung dieser irrsinnigen Aktion! Denn Weihnachtsbäume gibt es auch in Berlin. Grün sind sie auch. Wie meine Vorredner meine ich auch, eine Showveranstaltung auf Kosten der Steuerzahler.
    Ich gehe

  6. Da wollte sich mal einer ins Licht rücken.
    Der Bericht basiert ja offensichtlich auf einer Pressemitteilung. Vom Tenor und den Fotos her, kann sie nur aus der Verwaltung des Biosphärenreservat Rhön kommen.
    Weshalb ich das meine? Weil Herr Raab sich auf dem Foto so unangemessen schön in Szene gesetzt hat. Niemals kann die Pressemitteilung aus dem Bundestag sein. Auch nicht von Herrn Brandt. Der hätte nämlich ein Foto geschickt, mit dem er sich großkopfernd präsentiert. Von Frau Kömpel kann sie aus nicht kommen. Sie steht auf den Fotos deutlich abseits, obwohl sie eine Halbrhönerin ist.
    Also, bleibe ich einmal bei meiner Vermutung und sage: Herr Raab von Landrats Gnaden soll sich mal besser um die Rhön kümmern und eindeutige Positionen ausarbeiten, z.B. gegen die Harley-Massenveranstaltung, anstatt Weihnachtsbäume nach Berlin zu bringen.
    Allenfalls hat das etwas mit Tourismusmarketing zu tun. Am liebsten wäre es den Herrschaften ja, dass die Weihnachtsbäume nicht grün, sondern schwarz wären.

  7. Sonst noch ein Problem? Wichtig ist nicht der Weihnachtsbaum, sondern die Politker und Möchtegern-Typen, die sich damit in Szene setzen. Brand und der Herr Raab, der gleichzeitig nicht widerspricht, wenn hinter der BR-Verwaltung auf der Wasserkuppe im „Märchenwald“ die Tannenbäume durch unsinnige Geschäftemacherei massakriert werden.
    Ein Tannenbaum aus dem Umfeld von Berlin hätte es genauso getan. Die sehen da nicht anders aus. Aber nein, da muss erst mal Geld und Umwelt durch den Transport von Baum und Mensch nach Berlin vergeudet werden. Wir habens doch. Für das Image ist uns alles recht. Ja, da vergessen wir sogar, was wir im BR eigentlich wollen sollten.

    • Kann ich nur zustimmen. Raab wollte halt mal im Bundestag sprechen. Er sei ihm gegönnt. Und auch, dass er hier mal abgelichtet wird. Hats halt nötig.Das Foto am Mikrophon sagt alles.
      Was sagt eigentlich Herr Fromann dazu; wenn dann hätte ihm diese Aktion zugestanden.

Demokratie braucht Teilhabe!