Hessens Innenminister Roman Poseck hat am Freitagabend in Fulda den Bogen zwischen Tradition und moderner Gefahrenabwehr gespannt. Bei einem Besuch im Deutschen Feuerwehrmuseum würdigte der CDU-Politiker zunächst die Geschichte des Brandschutzes – und brachte zugleich finanzielle Unterstützung mit. Im Anschluss informierte er sich in der zentralen Rettungsleitstelle über die aktuelle Notfallversorgung in Osthessen.
Im Feuerwehrmuseum überreichte Poseck dem Museumsleiter Bernd Müller-Strauß einen Förderbescheid über 1.000 Euro aus Lotto-Mitteln. Das Geld soll in die Modernisierung der Einrichtung fließen. Der Minister bezeichnete das Haus als einen besonderen Ort, an dem die Geschichte der Feuerwehren lebendig werde. Künftig solle dort auch die Historie des Technischen Hilfswerks präsentiert werden.
Poseck sprach von einer Investition nicht nur in Traditionspflege, sondern auch in die Zukunft des Brandschutzes. Das Museum sei ein lohnendes Ausflugsziel für Bürgerinnen und Bürger aus Hessen und darüber hinaus.
Nur wenige hundert Meter entfernt setzte der Minister seinen Besuch in deutlich modernerem Umfeld fort. Die zentrale Rettungsleitstelle Fulda gilt als eine der technisch fortschrittlichsten Einrichtungen ihrer Art in Hessen. Seit Juli 2021 werden dort rund um die Uhr Notrufe über die 112 sowie Hilfeersuchen über die 19222 koordiniert.
Von hier aus disponieren Mitarbeitende Rettungswagen, Feuerwehrkräfte und weitere Hilfsdienste. Auch der ADAC-Rettungshubschrauber „Christoph 28“ wird im Bedarfsfall von Fulda aus alarmiert.
Poseck hob die strategische Bedeutung des Standorts hervor. Gerade in einer Region mit anspruchsvoller Topografie, touristischem Verkehr rund um die Wasserkuppe und weiten Einsatzwegen brauche es eine leistungsfähige Leitstelle. Fulda zeige beispielhaft, wie historische Verantwortung und moderne Sicherheitsarchitektur zusammenfinden könnten.
Die Zahlen unterstreichen die Dimension der Aufgabe: Im Jahr 2025 gingen nach Angaben des Ministeriums 46.188 Notrufe über die 112 ein. Hinzu kamen 11.321 Hilfeersuchen über die 19222. Rund 20 Mitarbeiter sorgen im Schichtbetrieb dafür, dass Hilfe schnell koordiniert wird.
Hinter diesen Zahlen stünden Menschen, betonte Poseck. Ob in Leitstellen, freiwilligen Feuerwehren oder Berufsfeuerwehren – die Rettungskräfte seien die „wahren Helden vor Ort“. Das Land werde sie weiterhin nach Kräften unterstützen.
Mit seinem Auftritt in Fulda setzte der Minister damit ein klassisches Signal: Anerkennung für Ehrenamt und Einsatzkräfte, Lob für moderne Infrastruktur – und ein Förderbescheid als politisches Symbol. +++

Hinterlasse jetzt einen Kommentar