Fulda. Grenzau kassiert gegen Fulda am 10. Spieltag der TTBL die zweite Niederlage der Saison, Saarbrücken überwintert trotz eines Patzers bei Bergneustadt auf einem Play-off-Platz. Gleiches gilt für Bremen, Ochsenhausen hält den Anschluss. Dieser Sieg war Balsam für die Seele von Wang Xi. Das Abwehr-Ass des TTC RhönSprudel Fulda- Maberzell holte beim 3:2 gegen den Tabellenzweiten den entscheidenden Punkt und genoss einen der bisher raren schönen Momente der Saison. Fuldas Nummer eins, immerhin schon dreimal bester TTBL- Spieler in seiner Karriere, quält sich bisher durch die Spielzeit und weist eine deutlich negative Bilanz auf.
Womöglich schaffte Wang Xi im letzten TTBL-Spiel des Jahres die persönliche Wende und geht gestärkt ins Liebherr Pokal-Finale am 20. und 21. Dezember. Für Fulda war der Erfolg ohnehin Gold wert, hielt der Vizemeister doch so Anschluss an den punktgleichen Vierten SV Werder Bremen. Die Fuldaer Führungen durch Ruwen Filus und Christian Süß hatten Masaki Yoshida und Andrej Gacina jeweils ausgegichen, ehe Wang Xi dem jungen Japaner Yoshida keine Chance ließ und 3:0 besiegte. „Wir haben uns durch den Sieg eindrucksvoll in den Kampf um die Play-offs zurückgemeldet. Das war enorm, was die Mannschaft geleistet hat. Grenzau hatte ja bisher nur gegen Düsseldorf verloren“, sagte Fuldas Präsident Stefan Frauenholz. Trotz der zweiten Niederlage bleibt Grenzau mit vier Punkten Vorsprung vor dem 1. FC Saarbrücken TT Zweiter. Die Saarländer verloren bei Neuling TTC Schwalbe Bergneustadt 2:3. Lediglich Team-Europameister Tiago Apolonia punktete für Saarbrücken, das im letzten Einzel schon wie der Sieger aussah. Adrien Mattenet führte 2:0 gegen Gustavo Tsuboi, verlor jedoch am Ende in fünf Sätzen.
Bis zum neuen Jahr auf einem Play-off-Rang wird auch Bremen sein. Allerdings musste sich das Team dafür ordentlich strecken, beim 3:1 gegen den Post SV Mühlhausen gingen alle Spiele über die volle Distanz. „Es war das erwartet schwere Spiel, aber wir waren auf genau das vorbereitet. Die Mannschaft hat überzeugt“, sagte Manager Sascha Greber. Mühlhausen habe ordentlich dagegen gehalten und nun habe man zwei Wochen Zeit, um für das Pokal-Finale Luft zu holen. Direkt hinter Fulda haben die TTF Liebherr Ochsenhausen als Sechster ebenfalls alle Chancen auf die Play-offs der besten vier Teams. Und das obwohl beim 3:1 beim TTC Hagen ein Spiel abgeschenkt werden musste. Frankreichs Meister Simon Gauzy hatte sich unter der Woche am Sprunggelenk verletzt, konnte nicht antreten und bescherte Hagens Chiang Hung-Chieh somit kampflos den ersten Sieg für seinen neuen Verein. „Wir wollten heute unbedingt gewinnen, da wir nach den beiden Niederlagen gegen Bremen und Grenzau nicht so zufrieden waren und unbedingt wieder in die Erfolgsspur wollten. Dass das mit nur zwei Spielern schwer werden würde, war uns allen klar. Doch die Jungs haben sich gut zusammengerissen und unsere Stärke unter Beweis gestellt, in schwierigen Situationen zu bestehen“, sagte Manager Daniel Zwickl. Auch Hagen hatte einen Ausfall zu verkraften. Nationalspieler Ricardo Walther war wegen Kreislaufproblemen nicht zu seinem zweiten Match angetreten. Zuvor war Walther bereits beim Auftakt gegen den Engländer Liam Pitchford chancenlos gewesen. Für Walther stand Trainer Andreas Fejer-Konnert am Tisch, war im vierten und letzten Spiel jedoch nicht gut genug gegen Kirill Skachkov. +++ fuldainfo

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