Wallfahrtsjahr 2022 auf dem Gehilfersberg feierlich eröffnet

Der sonnige Ostermontag war einladend

Mit dem Ostersegen, den Prälat Prof. Dr. Gerhard Stanke (Mitte) spendete, endete die Eröffnungsfeier auf dem Gehilfersberg. Foto: wim

Mit einem feierlichen Gottesdienst wurde das Wallfahrtsjahr 2022 am Ostermontag auf dem Gehilfersberg bei Rasdorf eröffnet. Die Festpredigt hielt Prälat Professor Dr. Gerhard Stanke, Fulda. Am Ostermontag wird liturgisch im Evangelium die Geschichte der Emmausjünger verkündet. Der sonnige Ostermontag war einladend den „Heiligen Berg“ des Hessischen Kegelspiels zu besteigen. So waren zahlreiche Gottesdienstbesucher auch aus dem angrenzenden Geisaer Amt, der Rhön und dem Fuldaer Land anzutreffen. Um die empfohlenen Abstands- und Hygieneregeln einhalten zu können war der Außenlautsprecher installiert worden.

Gerhard Stanke, der gemeinsam mit Dechant Markus Blümel der Eucharistiefeier vorstand, betonte zu Beginn seiner Predigt, dass er sich freue, das Wallfahrtsjahr eröffnen zu dürfen und die Gottesdienstbesuchenden so zahlreich gekommen seien. Leider werde die Osterfreude durch den Krieg in der Ukraine und die Millionen von Flüchtlingen überschattet. Mit Recht könne man die Frage stellen, wo Gott in dieser Zeit sei. An einer Begebenheit aus einem Konzentrationslager verdeutlichte er, dass Jesus Christus den Weg des leidenten Menschen mitgeht. Der gekreuzigte und auferstandene sei auch bei den Helfenden. Er suche die Menschen. So wie er sich den Emmausjüngern offenbart habe, so würde Jesus Christus die Menschen führen, die ihm vertrauten. Doch wie die Emmausjünger nach dem Brotbrechen oder Maria Magdalena am Grab ihn nicht hätten festhalten können, lasse er sich auch von uns heutigen Menschen nicht für eigene Wünsche vereinnahmen. Die Osterbotschaft sei, dass Gott einmal alle Fragen beantworte.

Der Satz „die Hoffnung stirbt zuletzt“ stimme so nicht, sondern unsere Hoffnung erfülle sich, wenn wir Suchende seien. Wer mit Osteraugen sehe, wie es der verstorbene Aachener Bischof Klaus Hemmerle genannt habe, solle Zeugnis geben, dass Gott in Jesus Christus das Böse besiegt habe und ein Leben in Fülle schenken werde. Im Auftrag der Pfarrei Rasdorf dankte Winfried Möller dem ehemaligen Fuldaer Generalvikar für seine mehr als zehnjährige Bereitschaft der Eröffnungsfeier auf dem Gehilfersberg vorzustehen, was mit viel Beifall von den Gläubigen quittiert wurde. Sein Dank galt auch dem Organisten Michael Heller, der den Gottesdienst musikalisch mitgestaltete und den Küsterehepaaren Schmitt und Bock, die die Kirche nach der Winterpause hergerichtet hatten. Pfarrer Markus Blümel überreichte Gerhard Stanke ein traditionelles Rasdorfer Präsent.

Zu Beginn des Gottesdienstes hatte er darauf hingewiesen, dass im Gottesdienst auch der durch den Krieg in vielfältiger Weise Betroffenen gedacht werden würde. Bis zum Schluss des Wallfahrtsjahres am Festtag des Heiligen Wendelinus findet jeden Samstagmorgen um 8 Uhr auf dem Gehilfersberg eine Eucharistiefeier statt, der verschiedene Priester vorstehen. Weitere Gottesdienst sind die Sternwallfahrt mit Gottesdienst um 20 Uhr am 24. Mai, der ökumenische Gottesdienst an Pfingstmontag, 10 Uhr sowie die Männerwallfahrt am 17. Juli um 12 Uhr. Weiter Gottesdienste werden rechtzeitig in der örtlichen Presse veröffentlicht. +++ wim

Coronadaten

Letzte Aktualisierung: 02.10.2022, 05:22 Uhr
 Inzidenz7-Tage-Fallzahl
Fulda
780,5 ↓1745
Vogelsberg770,3 →814
Hersfeld
616,7 →741
Main-Kinzig569,4 ↓2411

Sie können uns jederzeit Leserbriefe zukommen lassen. Diskutieren kann man auf Twitter oder Facebook