Wagenknecht: BSW ist keine „Linke 2.0“

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Sahra Wagenknecht

BSW-Chefin Sahra Wagenknecht hat auf dem Gründungsparteitag ihres „Bündnis Sahra Wagenknecht“ ihre ehemalige Partei scharf kritisiert. „Wir sind keine Linke 2.0“, sagte sie am Samstag in Berlin. Das müsse auch für den Umgang untereinander innerhalb der Partei gelten. „Lasst uns eine Partei des Miteinanders werden und nicht eine Partei der Intrigen und des Postengeschachers wie alle anderen“, fügte sie hinzu.

Weiter rief sie dazu auf, Strukturen zu schaffen, in denen sich nicht die „Rücksichtslosesten“ durchsetzten, sondern die „Talentiertesten“. „Lasst uns pfleglich miteinander umgehen“, so Wagenknecht. Die BSW-Chefin hob dabei vor allem die verschiedenen Hintergründe der Parteimitglieder hervor. Diese gelte es, als Stärke zu begreifen, sagte Wagenknecht. Gleichzeitig teilte sie gegen die Ampel-Regierung aus: Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses wurde als „Marie-Agnes Strack-Rheinmetall“ bezeichnet – dafür gab es donnernden Applaus. Über Grünen-Chefin Ricarda Lang machte sich Wagenknecht mit ihren Anhängern lustig, weil die kürzlich in einem Interview gezeigt hatte, dass sie die durchschnittliche Renten-Höhe in Deutschland nicht kannte.

Wagenknecht-Partei: Benda und Rabieh in Vorstand gewählt

Friederike Benda und Amid Rabieh sind als stellvertretende Parteivorsitzende in den Vorstand des „Bündnisses Sahra Wagenknecht“ gewählt worden. Auf dem Gründungsparteitag in Berlin bekam Benda laut Angaben der Partei am Samstag 96,0 Prozent der Stimmen, Rabieh kam auf 93,9 Prozent. Beide waren wie viele in der neuen Partei zuvor Mitglieder der Linkspartei. Benda arbeitete unter anderem für deren Fraktion im Deutschen Bundestag als Referentin für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe. Rabieh war im Landesvorstand der Linkspartei in Nordrhein-Westfalen gewesen. Zuvor war er vor allem in der Kommunalpolitik in Bochum aktiv gewesen. +++


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