Vorsitzender des Ausländerbeirates ruft ausländische Mitbürger zur Wahl auf

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Der Vorsitzende des Ausländerbeirates der Stadt Fulda, Abdulkerim Demir, ruft seine ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger dazu auf, am 23. Februar von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und wählen zu gehen.

„In Zeiten, in denen Rechtsextremismus und rassistisches Gedankengut wieder im bundespolitischen Diskurs Einzug erhalten haben, ist es von unschätzbarer Wichtigkeit, entschieden Intoleranz und Ausgrenzung jeder Gruppe von Menschen gegenüber entgegenzutreten. Die letzten Wochen und Monate haben noch einmal deutlich werden lassen, wie wichtig es ist, sich für demokratische Werte einzusetzen und diese auch gegen große Widerstände von außen zu verteidigen“, heißt es in einer aktuellen Mitteilung.

Darin weiter: „Toleranz, Weltoffenheit und Akzeptanz sind nur einige der Werte, auf die sich unsere heutige moderne Gesellschaft gründet. Deutschland hat, nicht zuletzt auf Grund seiner Geschichte, eine historische Verantwortung diese Werte zu leben und national wie international zu vertreten. Leider ist zu beobachten, dass der öffentliche und politische Diskurs sowie die öffentliche Wahrnehmung in einem wachsenden Teil der Bevölkerung sich mehr und mehr von diesen Grundwerten unserer Demokratie und unseres Gesellschaftssystems abwenden. Daher ergeht noch einmal der Aufruf an meine ausländischen Mitbürger, dieser Entwicklung durch ihre Wahlentscheidung entschlossen entgegenzuwirken.“

Die aktuelle politische Debatte, deren hautsächlicher Fokus auf dem Thema Zuwanderung und deren Eindämmung liegt, macht den Vorsitzenden des Ausländerbeirates tief betroffen. „Anstatt die wirklich wichtigen Themen, wie Armut, wirtschaftliche Probleme, sichere Renten, Wohnungsnot etc. in den Fokus des Wahlkampfes und der Politik zu rücken, wird der Diskurs – nicht nur von populistischen Gruppierungen – stark vereinfacht und sämtliche der genannten Probleme auf Zuwanderung zurückgeführt“, kritisiert Abdulkerim Demir, der anführt: „Dies verzerrt nicht nur die öffentliche Wahrnehmung in der Bevölkerung, sondern kann auf lange Sicht auch zu einem sozialen Pulverfass werden, dass unsere freiheitliche demokratische und weltoffene Gesellschaft früher oder später in große Schwierigkeiten oder gar an den Rand einer Katastrophe führen kann.“

„Gehen Sie wählen und nutzen Sie Ihre Stimme, um Ihren Beitrag dazu zu leisten, unsere demokratische Gesellschaft und die Werte, für die sie steht, zu erhalten und zu stärken“, appelliert Demir in der Mitteilung abschließend. +++ ja


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