Von der Leyen wirft AfD-Spitzenkandidatin dumpfe Stimmungsmache vor

Ursula von der Leyen (CDU)
Ursula von der Leyen

Berlin. Verteidigungsminister Ursula von der Leyen hat den vorzeitigen Abschied von AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel aus der ZDF-Sendung „Wie geht`s, Deutschland?“ als „inszeniert“ bezeichnet: „Der Abgang war inszeniert. Sie hat gemerkt, dass der Faktencheck der Redaktion aus ihren aufgeblasenen Zahlenspielen und der dumpfen Stimmungsmache die Luft rausgelassen hat“, sagte von der Leyen der „Bild“. „Beim nächsten Thema, wie Menschen in unserem Land gut arbeiten und fürs Alter vorsorgen können, hat die AfD weder Interesse noch Antworten. Da hat Frau Weidel wohl die Flucht aus dem Studio vorgezogen. Schade, demokratische Debattenkultur geht anders.“

Gauland verteidigt Weidel gegen Vorwürfe

AfD-Co-Spitzenkandidat Alexander Gauland hat seine Parteikollegin Alice Weidel gegen Vorwürfe verteidigt, sie habe ihren Abgang aus der ZDF-Sendung „Wie geht`s Deutschland?“ bewusst geplant, um für sich Öffentlichkeit herzustellen. „Der Vorwurf, dass der Abgang von Alice Weidel eine Inszenierung war, ist Unsinn“, sagte Gauland der Zeitung. „Frau Slomka war als Moderatorin der Sendung `Wie geht`s, Deutschland` nicht unparteiisch. Sie hat Vorurteile gegen die AfD und hat sich in der Sendung mit den Vertretern der anderen Parteien gemein gemacht“, so der AfD-Politiker. „Das war unprofessionell. Wir müssen uns nicht jede Unverschämtheit bieten lassen. Frau Weidel hat daher völlig richtig gehandelt.“ +++


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2 Kommentare

  1. Ich habe mir jetzt verschiedene Diskussionssendungen angeschaut: Die demokratische Debattenkultur ist ziemlich im Keller. Das liegt aber nicht an den Kandidatinnen, Kandidaten der AfD sondern an den Vertretern der anderen Parteien. Wenn sie sich nicht unter einander wüst anpöbeln und gegenseitig der Lügen bezichtigen, schwören sie sich auf die Vertreter der AfD ein. Ich finde es nicht in Ordnung, wenn Frau Weidel ständig dazu aufgefordert wird, sich zu dummem und peinlichem Gequatsche ihrer Mitstreiter Gauland und Höcke zu äußern. Herr Scheuer hat offensichtlich keine anderen Argumente mehr gehabt und musste dann die „Gauland/Höcke-Keule“ schwingen. War mir klar, dass ihr jetzt taktisches Verhalten nachgesagt wird. Politiker sind auch nur Menschen – wenn fast alle anderen Anwesenden inklusive der Moderatorin Frau Weidel mit einer Welle von Feindseligkeit begegnen, braucht sie sich das meiner Meinung nach wirklich nicht geben. Frau Weidel selbst habe ich bisher in den Diskussionsrunden, die ich gesehen habe, als sachlich und korrekt im Umgang mit den politischen Gegnern wahrgenommen. Ebenso klar und sachlich empfand ich den AfD-Kandidaten Bystron, der bei der Kontrovers-Wahlarena am 6.9. in Bayern die AfD vertrat. Während Herr Dobrindt, Herr Ernst, Frau Deligöz öfters versuchten, Herrn Bystron persönlich anzugreifen, blieb dieser gelassen. Es wird alles nichts nützen: Auch wenn die anderen Parteien noch so sehr kotzen, die AfD wird aller Wahrscheinlichkeit nach mit einem zweistelligen Ergebnis in den Bundestag einziehen. Erfreulich finde ich übrigens die Vertreter der FDP in den Runden. Die scheinen wirklich für eine freiheitliche, demokratische, sachliche Diskussionskultur zu stehen. Falls es jetzt noch jemanden interessiert: Ich bin weit davon entfernt, die AfD zu wählen, finde es aber wichtig, dass im Einheitsbrei der kommenden neuaufgelegten GroKo, es noch weitere Positionen im Parlament gibt.

  2. Die AfD ist spitze, Frau Dr. Weidel ist sehr sachlich und kompetent. Anfangs hatte man die AfD sogar etwas spöttisch als Professoren-Partei bezeichnet. Sie sollte sich keine Personaldebatten von den anderen Parteien aufzwingen lassen. Die AfD hat viele sehr gute Spitzenpolitiker, dazu gehören auch Herr Höcke und Herr Gauland.

    Ich habe in diesem Wahlkampf zwei Veranstaltungen besucht und war hochzufrieden. In Neutraubling war Prof. Meuthen der Hauptredner. In Schwandorf waren Frau Dr. Weidel und Herr Boehringer (Autor von „Holt unser Gold heim“) die Hauptredner.

    Man sollte auf Diffamierungen möglichst nicht eingehen, sondern seine Positionen darlegen, ohne sich beirren zu lassen.

    Für mich ist insbesondere wichtig, dass die AfD sich gegen die Masseneinwanderung und gegen die Islamisierung unserer Gesellschaft stemmt.

    Ich bin gerne bereit, eine Lanze für die AfD zu brechen.

    Joachim Datko – Physiker, Philosoph

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