Das Marktcafé in Alsfeld war mehr als nur Veranstaltungsort einer politischen Informationsrunde. Unter dem Leitgedanken „Vogelsberg weiter bewegen“ machte die CDU Vogelsberg deutlich, dass sie sich auch nach der Kommunalwahl nicht in Sitzungszimmer und Gremien zurückziehen will. Die Partei versteht sich weiterhin als Ansprechpartner vor Ort – für Sorgen, Ideen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger, die den direkten Austausch suchen und erwarten.
Der CDU-Kreisvorsitzende Hauke Schmehl spannte den Bogen zunächst zur Kommunalpolitik im Vogelsbergkreis. Im Mittelpunkt standen die bevorstehende konstituierende Sitzung des Kreistages am kommenden Dienstag sowie die inzwischen abgeschlossenen Koalitionsverhandlungen mit der SPD. Schmehl sprach von einer vertrauensvollen Zusammenarbeit und hob hervor, dass in wesentlichen Zukunftsfragen des Vogelsbergs große Übereinstimmung bestehe. Es gehe darum, den Kreis handlungsfähig zu halten und gemeinsame Antworten auf die Herausforderungen der kommenden Jahre zu finden.
Den Blick auf die Bundespolitik richtete anschließend der Bundestagsabgeordnete Frederik Bouffier. Ein Jahr nach Amtsantritt der Bundesregierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz zog er eine positive Bilanz der bisherigen Arbeit. Nach seinen Worten seien bereits zentrale Vorhaben umgesetzt worden, die sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch die Wirtschaft entlasten sollen. Dazu zählten Steuersenkungen ebenso wie Maßnahmen zur Senkung der Energiepreise.
Bouffier verwies zudem auf Investitionsanreize zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Deutschland und auf umfangreiche Infrastrukturprogramme, die neue Impulse setzen sollen. Auch in der Migrationspolitik habe die Bundesregierung nach seiner Darstellung deutliche Veränderungen erreicht. Die irreguläre Migration sei spürbar reduziert worden. Gleichzeitig sei eine neue Grundsicherung eingeführt worden, die stärker auf Arbeit und Eigenverantwortung ausgerichtet sei.
Breiten Raum nahm darüber hinaus das Thema Sicherheit ein. Bouffier betonte die Notwendigkeit, Staat und Behörden besser auf aktuelle Bedrohungen vorzubereiten. Dazu gehörten aus seiner Sicht verbesserte Möglichkeiten zur Bekämpfung von Internetkriminalität und Kinderpornographie, etwa durch eine erleichterte Speicherung von IP-Daten. Ebenso hob er die stärkere Ausstattung der Bundeswehr und höhere Investitionen in die Verteidigung hervor. Auch der Ausbau nachrichtendienstlicher Befugnisse sei notwendig, um auf die veränderten sicherheitspolitischen Herausforderungen angemessen reagieren zu können.
Im Anschluss entwickelte sich eine intensive Diskussion mit den Gästen des Abends. Frederik Bouffier stellte sich den Fragen der Anwesenden mit klaren Positionen und seiner sachlich-pragmatischen Art. Die Debatte verlief kritisch, zugleich aber konstruktiv und von dem gemeinsamen Interesse geprägt, politische Entscheidungen nachvollziehbar zu machen. Dabei wurde deutlich, dass Politik vor allem dort Vertrauen gewinnt, wo sie den Dialog sucht, klare Ziele formuliert und den Kontakt zu den Menschen nicht verliert. +++ fdi

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