Viele DAX-Vorstände sind Ingenieure oder Naturwissenschaftler

Ein relativ hoher Anteil der DAX-Unternehmensvorstände hat ein technisches oder naturwissenschaftliches Studium absolviert. Das ist das Ergebnis einer Auswertung der Ausbildungsprofile von 127 DAX-Vorständen durch die Personalberatung Heidrick & Struggles, über welche die “Welt am Sonntag” berichtet. Demnach ist der Anteil der Wirtschaftswissenschaftler mit 44 Prozent am höchsten, jedoch dicht gefolgt von Absolventen eines technisch-naturwissenschaftlichen Studiums mit einem Anteil von 41 Prozent. Unter den DAX-Vorständen fanden sich zudem 22 Ingenieure, sieben Wirtschaftsingenieure, neun Physiker, neun Chemiker, vier Informatiker und zwei Mathematiker. “In keiner anderen führenden Industrienation sitzen so viele Ingenieure und Naturwissenschaftler in den Vorständen der großen Konzerne”, sagte Christine Stimpel, Partnerin bei Heidrick & Struggles, der Zeitung. “Dies hängt mit der Struktur der deutschen Wirtschaft zusammen, in der Maschinenbau , Automobilbau, Chemie und andere klassische Industrien nach wie vor den Ton angeben.” Fast die Hälfte der untersuchten DAX-Vorstände trägt zudem einen Doktortitel. Beim Energiekonzern Eon sind sämtliche fünf Vorstände promoviert. Beim Rückversicherer Munich Re sind es sieben von acht, bei der Deutschen Börse vier von sechs. Heidrick & Struggles hat für die Untersuchung die Lebensläufe sämtlicher derzeit 192 DAX-Vorstände unter die Lupe genommen. Aussortiert wurden jene, die im Ausland geboren und sozialisiert sind und nicht ihr gesamtes Studium in Deutschland absolvierten. Übrig blieben 127 Männer und Frauen, die dennoch zum überwiegenden Teil bereits im Studium Auslandserfahrungen sammelten. Bereits 65 Prozent der unter 50-jährigen Vorstände haben einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland absolviert. In der älteren Generation der über 55-Jährigen war es lediglich ein Viertel. +++

Es gibt einige Regeln, die alle Diskussionsteilnehmer einhalten müssen. Wir bitten um Beachtung.

[Kommentarregeln hier klicken]

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Demokratie braucht Teilhabe!