Eichenzell. Während in den letzten dreißig Jahren der Aufgabenschwerpunkt des Abwasserverbandes „Oberes Fuldatal“ in der flächendeckenden Herstellung der Abwasseranlagen lag, besteht heute die Hauptaufgabe in der Unterhaltung der geschaffenen Anlagen. Der Verband mit Sitz in Eichenzell hat auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Unterhaltungsmaßnahmen mit dem Ingenieurdienstleister GKU vorgenommen.
„Die ersten Kläranlagen des Verbandes wurden Anfang der 1980er Jahre gebaut und müssen mittlerweile saniert oder den steigenden Anforderungen der Gesetzgebung entsprechend erweitert werden", erläutert der Vorsitzende des Verbandsvorstandes, Bürgermeister Dieter Kolb. Dabei erhält der Abwasserverband professionelle Hilfe: Seit 2013 unterstützt die RhönEnergie Tochter GKU Gesellschaft für kommunale Umwelttechnik aus Fulda den Verband in technischen Fragestellungen: „Mit dem Know-how der GKU, unserer Technischen Betriebsführung, sind wir für die anstehenden Aufgaben der Zukunft gut aufgestellt“, resümiert Kolb.
Kläranlage Löschenrod ertüchtigt
So wurden im laufenden Jahr 2014 auf der Kläranlage in Löschenrod der mechanische Rechen im Zulauf der Kläranlage und das Belüftungssystem in den Belebungsbecken erneuert. Darüber hinaus mussten der Schaltschrank und die Pumpen in der Pumpstation beim Regenüberlaufbecken vor der Kläranlage Löschenrod ebenfalls erneuert werden. Diese Maßnahmen erforderten Investitionen in Höhe von rund 300.000 Euro. Die Investitionen seien hier erforderlich gewesen, um den Anlagenbetrieb und die Reinigungsleistung der Kläranlage Löschenrod weiterhin sicherzustellen. Positiver Nebeneffekt ist die Einsparung von rund 40.000 Euro Stromkosten pro Jahr, bedingt durch das effektivere Belüftungssystem und die dem neusten Effizienzstandard entsprechenden, elektrischen Pumpen und Aggregate.
Maßnahmen Kläranlage Weyhers-Ebersburg
Auf der mittlerweile auch über zwanzig Jahre alten Kläranlage Weyhers in der Gemeinde Ebersburg waren ebenfalls Unterhaltungsmaßnahmen erforderlich. Die zweite Reinigungsstufe der Kläranlage, der sogenannte „Scheibentauchkörper“, musste nach einem verschleißbedingten Störfall saniert werden. Bürgermeisterin Brigitte Kram, Vorstandsmitglied des Abwasserverbandes „Oberes Fuldatal“: „Die tonnenschweren Tauchkörperwalzen mussten mit einem Kran aus dem Bauwerk gehoben und neu gelagert werden.“ Die Kosten der Sanierung beliefen sich auf rund 15.000 Euro.
Teichkläranlage Rothemann
Für das Jahr 2015 steht die Sanierung der Kläranlage Rothemann als größtes Einzelprojekt des Abwasserverbandes an. Die Kläranlage Rothemann ist die erste Kläranlage, die der Verband Anfang der achtziger Jahre als Teichkläranlage errichtet hat. „Erfreulicherweise hat sich der Ortsteil Rothemann der Gemeinde Eichenzell in den letzten Jahrzehnten durch die Erschießung von Neubaugebieten positiv entwickelt. Die Kläranlage kann jedoch die gestiegene Abwassermenge nicht mehr bewältigen“, erläutert Bürgermeister Dieter Kolb. Ein mit der Wasserbehörde abgestimmtes Konzept sieht den Umbau der Teichkläranlage zu einer technischen Anlage vor. Insgesamt rechnet der Abwasserverband mit Umbaukosten in Höhe von rund zwei Millionen Euro.
Der Abwasserverband „Oberes Fuldatal“ mit Sitz in Eichenzell, ist seit seiner Gründung in 1980 für die Abwasserentsorgung der Gemeinden Eichenzell, Ebersburg und für Teile der Stadt Gersfeld zuständig. In dieser Funktion sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verbandes heute für den Betrieb und die Unterhaltung von sieben kommunalen Kläranlagen, sieben Kleinkläranlagen am Ebersberg in der Gemeinde Ebersburg, zwei Vakuumentwässerungsanlagen und rund 200 Kilometer Kanalnetz mit fünfzig Sonderbauwerken (Regenüberläufe und Regenüberlaufbecken) zuständig. +++ fuldainfo

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