Umfrage: Mehrheit hält Beziehungsende per Textnachricht für unfair

Die zweithäufigste Methode Schluss zu machen, ist per Anruf

Die Mehrheit der Bundesbürger hält es für dem Partner gegenüber nicht fair, eine Beziehung digital zu beenden. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Mehr als acht von zehn Befragten (83 Prozent) gaben demnach an, dass sie es grundsätzlich nicht in Ordnung finden, eine Beziehung per SMS, Messenger oder Mail zu beenden. Jeder Siebte (15 Prozent) findet es dagegen legitim, auf diese Weise Schluss zu machen.

Vor knapp zehn Jahren waren dies noch deutlich weniger: 2010 hatten laut Bitkom in einer gleichlautenden Umfrage lediglich drei Prozent angegeben, dass Schlussmachen per SMS in Ordnung sei. 92 Prozent waren damals dagegen. Bei der Frage, ob das schriftliche Schlussmachen legitim ist oder nicht, sind sich Männer und Frauen einig. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede je nach Alter. In der jüngeren Altersgruppe der 16- bis 29-Jährigen ist das Beziehungende per SMS, Messenger oder Mail bei mehr als jedem Vierten (26 Prozent) akzeptiert. Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 22 Prozent, bei den 50 bis 64-Jährigen zehn Prozent und in der Generation 65 Plus zwei Prozent. Die meisten Beziehungen werden laut Umfrage aber weiterhin in einem persönlichen Gespräch beendet. 64 Prozent der Befragten gaben an, so schon einmal Schluss gemacht zu haben. Auch hier unterscheiden sich die Einstellungen abhängig vom Alter: Bei den 16- bis 29-Jährigen sind es 57 Prozent, in der Generation 65 Plus 68 Prozent.

Die zweithäufigste Methode Schluss zu machen, ist per Anruf. Vier von zehn Befragten (41 Prozent) haben dies schon einmal gemacht. Es folgt das Schlussmachen per SMS oder Messenger, was jeder Fünfte (21 Prozent) schon einmal gemacht hat. Bei den 16- bis 29-Jährigen haben 36 Prozent schon so eine Nachricht an den (Ex-)Partner gesendet. Auf den hinteren Plätzen rangiert das Beziehungsaus per Mail. Das haben neun Prozent schon einmal gemacht. Auch über eine andere Person (neun Prozent), in einem Brief (acht Prozent) und durch Kontaktabbruch (fünf Prozent) hat nur eine Minderheit schon einmal Schluss gemacht. Wie es sich anfühlt, per Textnachricht vom Beziehungsaus zu erfahren, kennen dagegen viele: Jeder Vierte (25 Prozent) gab an, dass mit ihm selbst schon einmal per SMS oder Messenger Schluss gemacht worden ist. Bei den 16- bis 29-Jährigen haben 36 Prozent schon so eine Nachricht vom Partner erhalten. Für die Umfrage befragte Bitkom Research telefonisch 1.007 Bundesbürger ab 16 Jahren, darunter 847 Internetnutzer. +++

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