Über 200.000 Euro für Projekte im Werratal

Neun Förderurkunden aus dem Werra-Ulster-Weser-Fonds vergeben

Mit dem Ziel, das Kali-Revier zukünftig attraktiver zu gestalten, sind in Hohenroda Förderurkunden aus dem Werra-Ulster-Weser-Fonds überreicht worden. Mit dem Geld sollen Vorhaben unterstützt werden, die Nachteile aus dem jahrzehntelangen Kalibergbau in der Region ausgleichen. Insgesamt neun Projekte werden in dieser zweiten Förderrunde unterstützt, erklärte Landrat Dr. Michael Koch bei der Übergabe in der Geyso-Kapelle in Mansbach. In diesem Zusammenhang gedachte Koch dem kürzlich verstorbenen Regionalmanager Holger Schach. „Nordhessen verliert einen erfolgreichen Gestalter, der über alle Parteigrenzen anerkannt war“, so Koch: „Wir hatten noch so vieles gemeinsam vor! Die hessisch-thüringische Zusammenarbeit in der Kaliregion zu vertiefen, war unser gemeinsames Ziel.“ Koch warb persönlich dafür, den Fonds für Projekte zu nutzen, die das Kali-Revier gemeinsam voranbringen. Dabei solle auch in wirtschaftlicher Hinsicht gedacht werden: „Nur so können wir das Werratal zukunftsfähig gestalten.“ In der ersten Förderrunde vergangenes Jahr sind bereits über 250.000 Euro vergeben worden, jetzt werden es voraussichtlich knapp 215.000 Euro. Die geförderten Projekte sind im Einzelnen:

Geyso-Kapelle Mansbach
Mit der Maximalförderung von 100.000 Euro wird die Sanierung der über 400 Jahre alten Geyso-Kapelle in Mansbach unterstützt. Ziel sei ein neues Nutzungskonzept, sagte Bürgermeister Andre Stenda. Denkbar seien Konzerte, standesamtliche Trauungen, Gottesdienste oder nächtliche Beleuchtung.

Freizeitanlage Ransbach
Knapp 9000 Euro gibt es für den Kultur- und Verkehrsverein Ransbach. Die dortige Freizeitanlage mit Spielplatz, Spielwiese und Radlerpavillon soll um eine Toilettenanlage erweitert werden, sagte Ferdinand Schwab.

Werra-Kalibergbau-Museum
Mit 12.000 Euro wird das Kali-Museum in Heringen gefördert. Hier soll die Beleuchtung auf LEDs umgerüstet werden. Ziel ist, den Energieverbrauch zu reduzieren und somit letztendlich Kosten zu sparen.

Schützenverein Gethsemane
Mit 10.000 Euro wird die Anschaffung einer digitalen Schießanlage für den Schützenverein Gethsemane unterstützt. Damit soll ein Alleinstellungsmerkmal im Werratal geschaffen und eine Live-Übertragung von Wettkämpfen in den Aufenthaltsraum ermöglicht werden, sagte 1. Vorsitzender Maic Vollmer.

DRK-Ortsverein Ransbach
12.000 Euro gibt es für die Sanierung und Erweiterung des DRK-Stützpunktes für Betreuungsdienste im Werrratal. Durch die Sanierung können im Stützpunkt mehr Materialen untergebracht werden, was die Einsatzfähigkeit verbessert, erläuterte Arnold Petzold.

Heimatstube Ransbach
Mit knapp 11.000 Euro wird die Restaurierung des Fachwerkhauses „Heimatstube“ in Ransbach gefördert. Der Kultur- und Verkehrsverein will dort ein „Bergbau“-Museum einrichten.

Vereinsheim TV03 Heringen
13.000 Euro gibt es für die Renovierung des Vereinsheims des TV03 Heringen. Für den über tausend Mitglieder starken Verein sei dies längst überfällig, berichtete deren 1. Vorsitzender Christian Brandes. Neben dem alltäglichen Vereinsleben werde das Vereinsheim gerne für Feste wie Konfirmationen und Geburtstage gebucht.

Demenzdorf Mansbach
Mit 30.000 Euro wird die Bauleitplanung für eine Wohn- und Pflegeeinrichtung für Personen mit Demenzerkrankung in Mansbach gefördert. Das unter dem Namen „Demenzdorf“ geförderte Projekt der Gemeinde Hohenroda ist deutschlandweit die zweite und hessenweit die erste Einrichtung für Demenzerkrankte, berichtete Bürgermeister Andre Stenda. Entstehen soll es auf dem ehemaligen Tierparkgelände.

„Alte Schmiede“ Mansbach
Mit knapp 20.000 Euro wird die Renovierung der „Alten Schmiede“ unterstützt, ein Projekt des DRK-Ortsverbands Mansbach. Ziel ist, das Einsatzfahrzeug und die Materialen zu zentralisieren, um so die Ausrückzeiten zu reduzieren, sagte 1. Vorsitzender Berthold Hoppe.

Dritter Förderaufruf: Weitere Projekte für das Kali-Revier gesucht
„Es bleiben noch immer knapp eine halbe Million Euro übrig, die wir in die Kali-Region investieren können“, erklärt Landrat Koch. In diesem Zusammenhang rief er zu einer dritten Förderrunde auf: „Bewerben kann sich ab sofort grundsätzlich jeder aus den drei Gemeinden Philippsthal, Hohenroda und Heringen.“ Auch Kooperationsprojekte mit anderen Kommunen seien möglich. Sowohl Privatperson als auch Vereine oder sonstige Institutionen können Projekte einreichen, sofern die Projektkosten bei mindestens 5000 Euro liegen. Einsendeschluss ist der 30. September 2019.

Wer einen Förderantrag stellen möchte, kann sich vorab von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft beraten lassen. Ansprechpartnerin ist Johanna Sick, Telefon 06621 944171. Den Förderantrag mit Informationen zu den notwendigen Antragsunterlagen und die Richtlinie finden Interessenten im Internet unter werra-ulster-weser-fonds.de. +++ pm

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