Am Sonntagabend gegen 18.10 Uhr kam es zu einem Unfall eines Sattelschleppers, der insgesamt mit 168 lebenden Schweinen beladen war. Dramatische Szenen spielten sich auf einem Aussiedlerhof zwischen Lich-Eberstadt und Trais-Münzenberg ab, als der schwere Transporter plötzlich verunglückte.
Der verunfallte Lkw einer Spedition aus dem Vogelsbergkreis hatte dort zuvor insgesamt 168 Schweine geladen. Auf der Zufahrt zur nächstgelegenen Straße geriet der Anhänger aus bislang ungeklärter Ursache auf die aufgeweichte Bankette. Das schwere Fahrzeug verlor die Stabilität – der Anhänger kippte um. Für 13 Tiere kam jede Hilfe zu spät, sie verendeten noch an der Unfallstelle. Der Fahrer des Lastwagens hingegen hatte Glück im Unglück und blieb unverletzt.
Nach dem Unfall bot sich den Einsatzkräften ein außergewöhnliches Bild: Mehrere Schweine liefen frei umher und mussten zunächst wieder eingefangen werden. Mit viel Improvisationstalent errichtete die Feuerwehr mithilfe von Leitern eine Art provisorischen Pferch. Dort konnten die Tiere zur Ruhe kommen, bevor sie schließlich umgeladen wurden.
Im Einsatz waren die Feuerwehr Lich sowie die Feuerwehr Reiskirchen, die im Landkreis Gießen für Großtierrettung zuständig ist. Mit vereinten Kräften gelang es den Helfern, die Situation unter Kontrolle zu bringen und die Tiere zu sichern.
Zu größeren Verkehrsbehinderungen kam es nach Angaben der Polizei nicht, da sich der Unfall auf einem Feldweg ereignet hatte. Dennoch hinterließ das Geschehen bei den Beteiligten einen bleibenden Eindruck – ein ungewöhnlicher Einsatz, der Mensch und Tier gleichermaßen forderte. +++





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