Thomas Sälzer ist neuer Vorstandssprecher der VR Bank Fulda eG

„Die Zukunft der VR Bank Fulda eG aktiv gestalten“

Frank Mackenroth, Torsten Hopf, Thomas Sälzer und Stefan Burkard, Aufsichtsratsvorsitzender

Die VR Bank Fulda eG hat mit Thomas Sälzer einen neuen Vorstandssprecher: Künftig wird das bisherige Vorstandsmitglied die Bank nach außen vertreten. Dies teilte die Bank im Rahmen eines Pressegespräches mit. Der komplette Vorstand besteht aus dem gleichberechtigten Trio, Torsten Hopf, Frank Mackenroth und Thomas Sälzer. Der neue Vorstand formuliert für die kommenden Jahre klare Strategien. So will die VR Bank Fulda eG nicht mehr nur „klassische Bank“ sein, sondern noch mehr ein „wirtschaftlich starker Partner der Region“ werden sowie weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber sein. Seit Oktober 2019, nach dem Ausscheiden von Vorstandssprecher Manfred Gerhard, bilden Torsten Hopf, Frank Mackenroth und Thomas Sälzer das neue Führungsteam der VR Bank Fulda eG. Die Bank weist eine Bilanz­summe in Höhe von 1,9 Milliarden Euro auf und beschäftigt aktuell 380 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Der 52-jährige Thomas Sälzer, der sich im Vorstandstrio um die Bereiche Privat- und Firmenkunden, Ver­trieb, Treasury und Vorstandsassistenz kümmert, übernimmt ab sofort die Aufgabe des Vor­standssprechers. Er soll damit vor allem Erster Öffentlichkeitsarbeiter des Kreditinstitutes sein. Thomas Sälzer: „Als Vorstandssprecher bin ich Ansprechpartner für die Öffentlichkeit, wozu auch zählt, dass ich die Bank nach außen vertrete. Es bedeutet aber nicht, dass ich deshalb mehr zu entscheiden habe als meine beiden Vorstandskollegen.“ Alle drei Vorstandsmitglieder sind gleichberechtigt und dürfen die Bank unabhängig voneinander vertreten, die Koordinierung der Öffentlichkeitsarbeit obliegt jedoch Sälzer.

Wie der neue Vorstandssprecher weiter sagte, stünden die Banken und Sparkassen vor großen Herausforderungen. Hier sei es wichtig, klare Visionen zu haben, von denen man auch die Mitarbeiter überzeu­gen müsse. Ohnehin soll die interne Kommunikation innerhalb der VR Bank Fulda eG ausgebaut wer­den. „Authentizität ist für unsere Beschäftigten enorm wichtig“, bekundet Sälzer. Generell bestehe die genossen­schaftliche Idee aus den Werten Fairness, Transparenz und Vertrauen. Diese sollen zukünftig noch deut­licher – auch nach innen – gelebt werden.

Über die Strategie für die kommenden Jahre herrscht im Vorstandsteam der Bank Einigkeit: „Wir wollen die Zukunft der VR Bank Fulda eG aktiv gestalten und dabei agieren, statt zu reagieren“, erläutert Vorstandsmitglied Frank Ma­ckenroth. Die Vision beruhe auf drei Säulen: „Wir wollen erstens Partner der Region sein, außer­dem Arbeitgeber Nummer eins und drittens wirtschaftlich stark“, so der 56-Jährige. Wirt­schaftliche Stärke bedeute aber nicht, dass auf Teufel komm raus Geld gebunkert werde. Frank Mackenroth, der sich im Vorstand um die Bereiche Unternehmenssteuerung und -entwicklung so­wie Innovationsmanagement kümmert, betont: „Wir wollen nicht sparen um jeden Preis, son­dern investieren, wo es nötig und sinnvoll ist.“

Die drei Säulen sollen in einem immer unsicherer werdenden Umfeld dafür sorgen, dass die VR Bank Fulda eG zukunftsfähig und vertrauenswürdig bleibt. „Die Niedrigzinspolitik wird bleiben“, ist sich Sälzer sicher. Schon jetzt müssen Banken und Sparkassen für überschüssiges Geld soge­nannte „Negativzinsen“ zahlen. „Unser klassisches Geschäftsmodell wird ausgehöhlt“, so der Vorstandssprecher. Daher müssen neue Wege gegangen werden. „Wir wollen viel deutlicher als Mittler wahrgenommen werden. Denn wir können die richtigen Leute miteinander in Kontakt bringen, unser Netzwerk ist riesig“, stellte Torsten Hopf (48) heraus, der für die Bereiche Marktfolge, Qualitätssicherung Aktiv, Personalwesen, Revision und Compli­ance zuständig ist. „Das wollen wir künftig stärker nutzen. Wir möchten die erste Adresse sein, wenn Hilfe jeglicher Art gebraucht wird. Neben der wirtschaftlichen Stärke, „ohne die der Rest nicht funktioniert“, so Hopf. Die VR Bank Fulda eG möchte als innovativer und attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen werden. „Wir wollen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen ansprechenden und sicheren Ar­beitsplatz bieten. Wir bieten Chancen zum Aufstieg und legen viel Wert auf eine hochwertige Ausbildung“, stellte Hopf weiter heraus. In diesem Jahr möchte die VR Bank Fulda eG wieder bis zu zehn Lehrlinge ausbilden. Dane­ben wird auch der Studiengang Banking and Finance angeboten. Das Vorstandstrio muss dem Aufsichtsrat mit seinem Vorsitzenden, Stefan Burkard, dabei stets Re­chenschaft ablegen. In regelmäßigen Sitzungen werden die kurzfristigen Ziele und die langfris­tige Vision besprochen. Burkard ist von dem Trio überzeugt: „Unsere Führungsspitze sprüht vor Tatendrang – aber wohl dosiert und gut überlegt. Das stimmt uns zuversichtlich für eine starke Zukunft der VR Bank Fulda.“

Wie Frank Mackenroth weiter erläuterte, werden die Kunden in Zukunft entscheiden, welche Dienstleitungen in der Bank weiter angenommen werden. Man merke schon jetzt, dass die Frequenz in den Geschäftsstellen weiter abnehme, dass die Verfügungen am Geldautomaten zurückgingen, weil mehr elektronisch bezahlt werde oder man sich im Supermarkt an der Kasse Geld abhebe. Wir wollen uns mehr auf die Qualitative Beratung in den Geschäftsstellen konzentrieren. Auch werden wir sparen, aber wir werden auch da, wo es sinnvoll ist, investieren. Als Beispiel nannte er das im Entstehen befindliche Beratungszentrum in Schlüchtern. Welches voraussichtlich im März des kommenden Jahres eingeweiht werde. „Hier wird man ein Banking erleben, wie es dies in der Region noch nicht gibt“, hieß es im heutigen Pressegespräch.

Vorstandssprecher Thomas Sälzer erläuterte auf unsere Nachfrage zum Negativzins, dass dies ein politischer Zins sei. Wenn man einmal die Haushalte von Italien, Griechenland und Portugal betrachtet, würden diese Länder einen höheren Zinssatz gar nicht vertragen. Wenn dies Unternehmen wären, müssten diese Insolvenz anmelden. Das Problem sei, dass diese Staaten ihre Hausaufgaben nicht machen. Die Zeit, die Dragi durch diese Niedrigzinspolitik gekauft hat, wurde seiner Meinung nach von diesen Staaten seiner Meinung nicht genutzt. Man gehe davon aus, dass diese auch noch einige Zeit so bleiben werde. Man spreche ja auch schon von den sogenannten „japanischen Verhältnissen“. Man muss sich als Bank darauf einstellen, und müsse darauf schauen, dass man sich auf Erträge fokussiert, die nicht mit Zinsen zusammenhängen. Zur Personalpolitik sagte Torsten Hopf: „Man geht davon aus, dass die Mitarbeiterzahlen sinken wird.“ Man plane dennoch keine Entlassung, sondern möchte die normale Fluktuation wie Verrentung, Alterszeitverträge usw. nutzen. Es wird aber so sein, dass man an bestimmen Stellen auch Bedarfe haben wird. Hier sei auch die Flexibilität der Mitarbeiter nötig, um im internen Verfahren Stellen zu besetzen. Zukünftig gehe man davon aus, dass sich dies annähernd von 300 Mitarbeitern bewegen werde, dies werde vermutlich in einem Zeitrahmen von etwa fünf Jahren sein.

Zur Wirtschafsentwicklung sagte Vorstandssprecher Thomas Sälzer, dass in den letzten Jahren eine gute konjunkturelle Entwicklung stattfand. Fulda sei ein starker Standort mit einem guten und sehr gesunden Mittelstand. Im Bereich der Automobilbranche sehe man im Bereich der Zulieferer – mit Blick auf die Elektromobilität – eine gewisse Verunsicherung. Welche Folgen dies auf die Wirtschaft haben könnte, könne man gegenwärtig noch nicht abschätzen. Was man im Moment wahrnehme, sei, dass das Investitionsverhalten etwas verhaltener sei. Wie aus dem Pressegespräch weiter hervorging, sind Filialschließung zurzeit nicht geplant. Man beobachte aber den Markt wie in der Vergangenheit auch sehr genau. Die VR Bank Fulda eG deckt die Landkreise Fulda, Main-Kinzig und Schmalkalden-Meiningen ab. Sie ist vor einem Jahr aus der Fusion von VR Bank Schlüchtern-Birstein mit der VR Genossen­schaftsbank Fulda entstanden. +++

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