Studie: Beinahe jeder Mittelständler mit Personalproblemen

Der Fachkräftemangel beschäftigt den Mittelstand wie kein anderes Thema

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Der Fachkräftemangel sorgt laut einer aktuellen Studie bei fast jedem mittelständischen Unternehmen für Kopfzerbrechen. Rund 96 Prozent der mittelständischen Betriebe klagten laut der Untersuchung “Mittelstand im Mittelpunkt” im Auftrag der genossenschaftlichen Banken, über die die “Welt am Sonntag” berichtet, über Probleme, Mitarbeiter zu finden. Lediglich drei Prozent der Firmen hätten demnach im Frühjahr keine Personalengpässe gespürt. Das sei eine rapide Verschlechterung: Noch im Herbst hätten sechsmal so viele Unternehmen bei einer vergleichbaren Umfrage erklärt, dass ihnen die Suche nach Personal keine Probleme bereite, heißt es in der Studie weiter. Für die Untersuchung haben Ökonomen des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) eine Umfrage der DZ Bank unter 1.500 mittelständischen Unternehmen ausgewertet. “Der Fachkräftemangel beschäftigt den Mittelstand wie kein anderes Thema und erstreckt sich über alle Branchen und Regionen”, sagte Uwe Berghaus, Firmenkundenvorstand der DZ Bank. In Bezirken und Kreisen, in denen bereits de facto Vollbeschäftigung herrscht, sei die Personalnot naturgemäß besonders ausgeprägt. “Aber selbst in Regionen mit einer derzeit vielleicht noch etwas geringeren Betroffenheit, stellt der Fachkräftemangel aktuell die größte Bedrohung für die wirtschaftliche Entwicklung der mittelständischen Unternehmen dar”, warnen die Autoren der Studie. Der Immobilien-Boom und steigende Mieten verschärften die Personalknappheit zusätzlich. Beinahe jedes vierte befragte Unternehmen klage darüber, dass Wohnungsmangel und hohe Mieten die Anwerbung von Fachkräften erschweren. Unternehmen in Bayern seien besonders stark betroffen: Dort sagten 37 Prozent der befragten Unternehmen, dass der angespannte Immobilienmarkt Fachkräfte abschrecke, heißt es in der Studie, über die die “Welt am Sonntag” berichtet. Tatsächlich beobachteten auch Ökonomen, dass die gestiegenen Mieten Arbeitnehmer weniger mobil machen. Wer auf der neuen Stelle zehn Prozent mehr verdienen kann, am neuen Arbeitsort aber 50 Prozent mehr Miete zahlen müsse – für den lohne sich der Jobwechsel kaum noch, heißt es in der Studie weiter. +++

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1 Kommentar

  1. Sowas kommt von sowas
    Jetzt rächt sie sich die viel gepriesene Deregulierung . Wenn man dem Markt freie Hand lässt dann schlägt eine ganz menschliche Eigenschaft durch , die Gier. So war es vor 10 Jahren auf dem Finanzmarkt und so ist es jetzt auf dem Wohnungsmarkt. Da, wo es etwas zu verdienen gibt kommen sie und pressen auch noch das Letzte raus. Durch den unkontrollierten Verkauf von Sozialwohnungen im letzten Jahrzehnt um die Schulden zu begleichen , die die gleichen Leute den Ländern und Städten aufgebürdet hatten wurde ohne Not die heutige Situation künstlich geschaffen. Die gleichen Leute, die Vermögenden dieses Landes, heulen jetzt aber Krokodilstränen, weil sie wegen des nun herrschenden Wohnungsmangels keine Leute mehr bekommen ,die sich die Mieten zu Mondpreisen leisten können. Dann kann, wenn die gern gepriesene UNSICHTBARE HAND eines Adam Smith, nicht greift, nur eines gelten: Entweder man zahlt den gesuchten Leuten so viel, das man die selbst geforderten Mieten zahlen kann, oder man macht die Rolle rückwärts eines Kevin Künert . So , oder so beißt sich die Katze in den Schwanz.

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