Seit mehreren Tagen sind im gesamten Bistum Fulda wieder Sternsingerinnen und Sternsinger unterwegs. Sie bringen den Segen zu den Menschen, schreiben ihn an die Haustüren und sammeln Spenden für benachteiligte und notleidende Kinder weltweit. Inhaltlicher Schwerpunkt der diesjährigen Aktion ist der Einsatz gegen Kinderarbeit, Beispielland ist Bangladesch.
Am Dienstag standen für Sternsinger aus dem Bistum Fulda gleich zwei besondere Termine auf dem Programm. Gruppen aus der Diözese vertraten das Bistum sowohl im Bundeskanzleramt in Berlin als auch im Hessischen Landtag in Wiesbaden. Die Besuche würdigten das Engagement der Kinder und Jugendlichen im Rahmen der 68. Aktion Dreikönigssingen, die in diesem Jahr unter dem Leitwort „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ steht.
Beim traditionellen Sternsinger-Empfang im Bundeskanzleramt waren vier Jugendliche aus der katholischen Pfarrei „Zur schmerzhaften Mutter Gottes“ in Wächtersbach-Aufenau im Main-Kinzig-Kreis vertreten: Alisha Victoria, Klara Diegelmann, Amelie Henkel und Marie Seipel. Die Gruppe war im Vorfeld der Aktion ausgelost worden und wurde von Linda Diegelmann begleitet. Den Sternsingerinnen aus Aufenau wurde dabei eine besondere Ehre zuteil: Sie trugen den traditionellen Segen vor. Klara Diegelmann nahm mit ihrer Sammeldose die persönliche Spende von Kanzleramtsminister Thorsten Frei entgegen, mit der ein Sternsinger-Hilfsprojekt für arbeitende Kinder in Bangladesch unterstützt wird. Zum Abschluss schrieb Alisha Victoria den Segensspruch „20 * C + M + B + 26 – Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus im Jahr 2026“ an die Tür des Kanzleramts.
Bundeskanzler Friedrich Merz konnte an dem Empfang nicht teilnehmen, da er sich auf Einladung des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron bei einem Gipfeltreffen in Paris aufhielt. Er wurde durch Kanzleramtsminister Frei vertreten, der den Kindern ausdrücklich für ihren Einsatz dankte. „Ganz herzlichen Dank dafür, dass Ihr diesen Dienst tut – für andere Kinder auf der Welt und für die Menschen in Euren Pfarreien“, sagte Frei.
Ebenfalls am Dienstag wurden Sternsinger aus den hessischen Bistümern Fulda, Mainz und Limburg im Hessischen Landtag in Wiesbaden empfangen. Landtagspräsidentin Astrid Wallmann begrüßte die Kinder und Jugendlichen, die gemeinsam den Segen an das Landtagsgebäude schrieben. Für das Bistum Fulda war eine Gruppe aus der Fuldaer Stadtpfarrei vor Ort, begleitet von Gemeindereferent Markus Wüllner. Weitere Begleitpersonen waren der Diözesanjugendseelsorger André Kulla, Carlotta Saase, ehrenamtliche Vorsitzende des BDKJ-Diözesanverbandes Fulda, sowie Philip Schinkel, Referent für politische Bildung beim BDKJ-Diözesanverband Fulda. Die Sternsinger stellten im Landtag gemeinsam verschiedene Hilfsprojekte der Aktion Dreikönigssingen vor.
Ein besonderer Abschluss der diesjährigen Sternsingeraktion im Bistum Fulda ist der Dankgottesdienst am 17. Januar um 10 Uhr im Fuldaer Dom. Weihbischof und Domdechant Professor Dr. Karlheinz Diez wird den Gottesdienst zelebrieren, unterstützt von Diakon Dr. Florian Klug und Jugendpfarrer Pater André Kulla OMI. Nach der Segnung der Dompforte ziehen alle Sternsinger gemeinsam zur Marienschule. Dort sorgen die Jugendverbände des Bistums Fulda für Spiel und Spaß, die Verpflegung übernehmen die Malteser.
Begleitend zur Aktion ist vom 11. bis 21. Januar in der Fuldaer Stadtpfarrkirche eine Fotoausstellung zu sehen. Sie dokumentiert das Leben von Kindern im Beispielland Bangladesch und rückt deren Rechte in den gesellschaftlichen Fokus. Eröffnet wird die Ausstellung am 11. Januar um 15 Uhr. +++



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