SPD Eichenzell fordert verstärkten Schutz vor Überschwemmungen

Köhler: „Alle Ortsteile sind betroffen“

Die SPD-Fraktion Eichenzells fordert in einem Antrag zur nächsten Gemeindevertretersitzung am 29. August, dass der Gemeindevorstand umfassende Maßnahmen für den aktiven Überschwemmungsschutz ergreift. „Aufgrund des Klimawandels steigt das Risiko der Starkregenereignisse in unserer Region“, sagt SPD-Fraktionschef und Bürgermeisterkandidat Lutz Köhler: „Im Gegensatz zum Hochwasser, bei dem das Wasser von unten kommt, weil die Pegel der Flüsse und Bäche steigen, kommt es bei Überschwemmungen wegen Starkregens zu einer Sturzflut von oben. Auch höher gelegene Ortsteile, die früher vom Hochwasser verschont wurden, sind gefährdet.“ Köhler erinnert dabei an die Überschwemmungen vom Mai dieses Jahres, die zahlreiche Straßen und Gebäude in Mitleidenschaft gezogen hatten.

Die SPD möchte, dass zunächst seitens des Gemeindevorstands geprüft wird, in welchen Bereichen des Kernortes und der Ortsteile in den vergangenen zwei Jahren Starkregenereignisse zu erheblichen Überschwemmungen geführt haben. Köhler: „Anhand von Einsatzprotokollen der Feuerwehren und Angaben von Betroffenen kann ein Risikokataster erstellt werden.“ Ferner soll sich die Bauabteilung gemeinsam mit den örtlichen Feuerwehren sowie Anwohnern, Landwirten und sonstigen Betroffenen in Verbindung setzen. „Nach einem Ortstermin und einer Risikoanalyse sollen effektive Maßnahmen gegen Überschwemmungen aufgrund von Starkregens erarbeitet werden“, sagt der SPD-Bürgermeisterkandidat. Hier sei besonders zu beachten, dass wild abfließendes Oberflächenwasser verhindert oder zumindest minimiert wird.

An Hanglagen soll nach Willen der SPD geprüft werden, inwieweit durch das Aufschütten von Erdwällen das Abschwemmen von Erde und Schlamm verhindert werden kann. Für landwirtschaftliche Flächen soll geprüft werden, inwieweit die Einrichtung von Erosionsschutzstreifen in Betracht kommt. Schließlich soll ein Plan erstellt werden, anhand dessen die Kosten für die anstehenden Maßnahmen ermittelt werden. Zudem soll geprüft werden, inwiefern Fördermittel von Bund und Land im Rahmen des Klimaschutzes und der „Starkregenanpassung“ für Kommunen abgerufen werden können. „Vielleicht ist es möglich, dass wir in Zusammenarbeit mit ähnlich betroffenen Gemeinden eine höhere Förderung erhalten“, sagt Köhler, für den feststeht: „Die Unwetter treten immer öfter auf, wir müssen uns dagegen schützen.“ +++

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