SPD: Die Vogelsbergbahn muss wieder im Schwalmtal halten

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Mit Bürgern in Schwalmtal ausgetauscht. Foto: SPD

Seit mehr als zwei Jahren sind Vize-Landrat Patrick Krug und der Landtagsabgeordnete Maximilian Ziegler unterwegs im Vogelsbergkreis. Keine Podiumsdiskussionen mit großem Abstand, sondern Gespräche auf Augenhöhe. Ihre Ortsgespräch-Reihe führt sie von Gemeinde zu Gemeinde, hinein in Dorfgemeinschaftshäuser und Vereinsheime. Zuletzt machten sie Station in Schwalmtal-Hopfgarten. Dort wurde deutlich, was die Menschen zwischen Feldern und Fachwerkhäusern bewegt: Schulen, Mobilität, Gesundheitsversorgung.

Patrick Krug, SPD-Spitzenkandidat, wählt zu Beginn klare Worte. Bildung sei mehr als ein Pflichtprogramm kommunaler Politik, sagt er, sie sei Zukunftssicherung. Mehr als 60 Millionen Euro habe der Vogelsbergkreis in den vergangenen fünf Jahren in seine Schulen investiert. Auch Schwalmtal solle von diesem Kurs profitieren. Der Neubau der Schule in Brauerschwend stehe für diesen Anspruch. „Denn schlaue Köpfe brauchen starke Schulen“, betont Krug – ein Satz, der hängen bleibt.

Maximilian Ziegler richtet den Blick anschließend auf die wirtschaftliche Basis der Region. Kleine und mittlere Unternehmen seien das Rückgrat der Vogelsberger Wirtschaft. Damit das so bleibe, müsse der Kreis unterstützen: bei der Gewinnung von Fachkräften, bei der Vernetzung untereinander, bei zügigen Entscheidungen. Ziegler verweist auf jüngste Beispiele – etwa beim Thema Denkmalschutz – und auf die fortschreitende Digitalisierung. Besonders hebt er das digitale Bauportal des Kreises hervor, das gut angenommen werde. Für ihn ist es ein Symbol dafür, wie Verwaltung heute funktionieren könne: schnell, verbindlich, transparent.

Doch kaum ein Thema bewegt die Bürgerinnen und Bürger in Schwalmtal so sehr wie die Mobilität. Die Vogelsbergbahn ist für viele Pendler die Lebensader Richtung Fulda und Gießen. Seit 2011 jedoch hält sie nicht mehr im Schwalmtal. Ein Umstand, der bis heute Unmut auslöst. Die Sozialdemokraten wollen das ändern. Auf ihr Drängen habe der RMV eine Machbarkeitsstudie zur zukünftigen Entwicklung der Strecke in Auftrag gegeben, erklärt Krug. Man erwarte zeitnah Ergebnisse. Für ihn ist die Sache klar: Künftig müsse man auch wieder in Schwalmtal ein- und aussteigen können. Dafür wolle man sich gegenüber Bahn und RMV starkmachen. Der Applaus im Raum zeigt, wie sehr dieses Anliegen die Menschen beschäftigt.

Großen Raum nimmt an diesem Abend auch die Gesundheitsversorgung ein. Gerade in ländlichen Regionen ist sie ein sensibles Thema. Krug verweist auf den Neubau des Kreiskrankenhauses in Alsfeld – das größte Investitionsprojekt in der Geschichte des Landkreises. Viele Jahre habe die SPD dafür gekämpft, sagt er. Ziel sei es, im gesamten Kreisgebiet eine schnelle Erreichbarkeit eines Krankenhauses sicherzustellen, besonders in Notfällen.

Doch ein Krankenhaus allein löst nicht alle Probleme. Auch die hausärztliche Versorgung müsse gesichert werden. Deshalb wolle man erfolgreiche Kooperationen mit umliegenden Universitäten fortsetzen, etwa für Praktika im Vogelsberg. Hinzu komme das kreiseigene Stipendium für Medizinstudentinnen und -studenten, die sich verpflichten, nach ihrem Studium im Landkreis zu praktizieren. Und wenn es nötig sei, könne die SPD sich auch vorstellen, gemeinsam mit anderen Städten und Gemeinden Medizinische Versorgungszentren zu gründen – überall dort, wo sonst die hausärztliche Versorgung nicht gewährleistet werden könne.

Am Ende des Abends richtet Maximilian Ziegler den Blick nach vorn. Die anstehende Wahl sei richtungsweisend. Man trete mit einem starken Team und einer klaren Idee an: „Heimat mit Zukunft.“ Weiter anpacken, mutig vorangehen – mit Patrick Krug als Vizelandrat und einer SPD, die Verantwortung übernimmt.

In Schwalmtal-Hopfgarten bleibt an diesem Abend vor allem ein Eindruck: Politik, die nicht aus der Ferne spricht, sondern das Gespräch sucht – und eine Bahn, die für viele endlich wieder halten soll. +++


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