„Wir bedauern den Rücktritt von Lothar Herzig als Mitglied des Naturschutzbeirates in Fulda. Der Naturschutz verliert mit ihm einen fachkundigen, engagierten und damit auch kritischen Bündnispartner“, heißt es in einer Stellungnahme des SPD-Stadtverbands Fulda zum Rücktritt von Lothar Herzig. Sein Wissen um und sein Einsatz für den Naturschutz verdiene großen Respekt. Scheinbar seien diese Kenntnisse bei einigen Verantwortlichen in der Stadt nur dann gefragt, wenn sie in ihr Handlungskonzept passen. Die Gründe seines Rücktritts lassen diese Vermutung jedenfalls zu.
Zuletzt habe er zurecht öffentlich die städtischen Baumaßnahmen am Schulzenberg kritisiert, weil dort möglicherweise irreparable Naturschäden entstanden seien. „So eine öffentlichkeitswirksame Stimme für die Natur wird nun fehlen“, bedauert Co-Vorsitzender H.-J. Tritschler. Man könne nur hoffen, dass diese Lücke adäquat geschlossen werde und der Naturschutz weiterhin öffentliches Gehör und vor allem mehr Berücksichtigung und Anerkennung finde.
Herzig Rücktritt tut weh. Er sollte aber jetzt für die Verantwortlichen in der Stadt ein Signal sein, dem Naturschutz in der Stadt mehr Bedeutung beizumessen. Das gelte für den Innenstadtbereich genauso wie für den Erhalt und die Aufwertung von Naherholungsgebieten und für künftige Großveranstaltungen wie den Hessentag und die Landesgartenschau. Nicht zu vergessen das neue Baugebiet auf dem Gelände der Kleingartenanlage Waidesgrund, wo der verloren gegangene Naherholungswert gleichwertig ersetzt werden müsse, heißt es zum Schluss der Pressemitteilung. +++

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