Ein vielseitiges Programm mit Werken unterschiedlichster Epochen und die Aufführung eines Werkes in Anwesenheit des Komponisten: All dies konnten die Gäste des diesjährigen Solistenkonzertes der Musikschule des Landkreises Fulda erleben.
Im Kultursaal des Schlösschens in Eichenzell begrüßte der Musikschulleiter Dr. Klaus Listmann die zahlreichen Interessierten und ging in seinem Grußwort zunächst auf die Wichtigkeit einer musikalischen Ausbildung im Kindes- und Jugendalter ein. Er zitierte aus der „Bastian Studie“, einer wegweisenden Studie von Prof. Dr. Hans Günther Bastian der Universität Frankfurt zur musikalischen Ausbildung: „Wo immer wir Kinder fordern und fördern wollen, wo immer wir Verantwortung für ihre Entwicklung tragen, sollte Musik mit ihrem Geist-, Gefühls-, Kreativitäts- und Sozialpotential ins Spiel kommen. Wir brauchen sie, die Musik, heute dringender denn je!“ Musik öffne den Menschen zum Mitmenschen
In diesem Sinne bedankte sich Dr. Listmann bei allen Akteuren, die eine lebendige Musikschule ausmachten. Zuallererst dankte er den Eltern, die neben den finanziellen Mitteln für den Unterricht auch viele weitere Aufgaben wie Fahrtdienste, moralische Unterstützung und schließlich auch „die Motivatorenrolle“ übernehmen. Bei den Lehrkräften stellte er heraus, dass diese im gesamten Kreisgebiet Unterricht anbieten. Sie nehmen die Aufgabe sehr ernst, in den Gemeinden die dort entstehenden Bedarfe abzudecken, und seien damit die wichtigsten Akteure der Unterrichtsplanung in der Landkreis-Musikschule. Den Schülerinnen und Schülern dankte Listmann und hob hervor, welch hohes Niveau in der instrumentalen und vokalen Ausbildung der jungen Menschen erreicht wurde. Er bedanke sich für den Mut, sich einem großen Publikum zu präsentieren und freute sich, dass „die Musik das Leben bunter und schöner macht“.
Als Solistinnen und Solisten traten auf: Clara Auth (Klavier, Gastauftritt), Amalya Bhandari (Violine), Danielle Boldt (Klavier), Helena Bräscher (Gesang), Rosalie Bräscher (Blockflöte), Marlon Göbel (Klarinette), Jonas Kapp (Klavier), Lilly Leibold (Gesang), Lena Möller (Klarinette), Veronika Nitsche (Violine), Luis Plunien (Altsaxofon), Jakob Schmitt (Alt-Blockflöte), Nils Ullrich (Schlagzeug, Gastauftritt) und David Woyth (Gesang).
Zu hören waren folgende Werke: Kid Ory (1886 – 1973) und Bud Scott (1890 – 1949) „Get out of here“, gespielt von Jonas Kapp; Ernest Wilkins (1919 – 1999) „Kicking the Blues“ ebenfalls Jonas Kapp; Scott Joplin (1868 – 1917) „Maple Leaf Rag“, ebenfalls Jonas Kapp; J. S. Bach (1685 – 1750) „Gavotte D-Dur, Suite Nr. 3, BWV 1068“ gespielt von Veronika Nitsche (Viol.); Daniel Hellbach (*1958) Nr. 1 Latin, Nr. 3 Disco aus: Pop-Suite, gespielt von Jakob Schmitt (A-Bfl.); Jean Xavier Lefevre (1763 – 1829), „Sonate Nr. 2 g-Moll: 1. Satz Allegro ma non troppo“, gespielt von Lena Möller (Klar.); Rudolf Wagner-Régeny (1903 – 1969) „Ulm 1592, Geschwind“, gesungen von Helena Bräscher; Michael Ende (1929 – 1995) „Die Ballade vom Seiltänzer Felix Fliegenbeil, aus: Trödelmarkt der Träume“, rezitiert von Helena Bräscher; J. B. Accolay (1845 – 1910) „Concertino Nr. 1“ gespielt von Amalya Bhandari; Paul Desmond (1924-1977), „Take Five“, gespielt von Luis Plunien (Altsax.), Clara Auth (Klav.), Nils Ullrich (Schlagz.); Joseph Haydn (1732 – 1809) „1. Satz Allegro con Brio, aus: Sonate D-Dur, Hob. XVI:37, gespielt von Danielle Boldt (Klav.); Hans Poser (1917 – 1970) „Allegretto, Andante, Moderato, Poco allegro, aus: Zehn kleine Stücke für Sopranblockflöte und Klavier“, gespielt von Rosalie Bräscher (Blfl.); Franz Schubert (1797 – 1828) „Der Jäger Nr. 14, Die schöne Müllerin, op. 25“, gesungen von David Woyth; W. A. Mozart (1756 – 1791) „Aria Diggi, daggi (Lolas) Bastien und Bastienne, KV 50“, gesungen von David Woyth; Joseph Haydn (1732 – 1809) „Recitativo ed Aria “Misera” / “Dove fuggo” (Rosina), La vera Costanza“, gesungen von Lilly Leibold.
Zum Abschluss präsentierte Daniel A. Edwards eine seiner Kompositionen für Klarinette und Klavier. D. A. Edwards (*1997) „Inspector Tabby on the Hunt for the Vanished Caravan“ und Gertrud Edwards (Klav.). Das Publikum zeigte sich von den Interpreten begeistert und spendete für die Anwesenheit des Komponisten anlässlich der Aufführung seines Werkes einen extra Applaus. +++ pm
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