Die SMA Solar Technology AG hat mit ihren vorläufigen, ungeprüften Zahlen für das zweite Quartal 2026 die Erwartungen am Kapitalmarkt deutlich übertroffen und zugleich ihre Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Während der Umsatz leicht unter dem Vorjahresniveau blieb, legten EBITDA und EBIT deutlich zu. Nach vorläufigen Berechnungen erzielte das Unternehmen im zweiten Quartal einen Umsatz von 345,7 Millionen Euro nach 357,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
Das EBITDA stieg auf 64,7 Millionen Euro und lag damit sowohl klar über den Analystenschätzungen vom 16. Juli 2026 in Höhe von 44 Millionen Euro als auch deutlich über dem Vorjahreswert von minus 15,5 Millionen Euro. Auch das EBIT verbesserte sich auf 51,5 Millionen Euro. Analysten hatten im Durchschnitt mit 32 Millionen Euro gerechnet, im zweiten Quartal 2025 hatte das operative Ergebnis noch bei minus 30,4 Millionen Euro gelegen.
Für den deutlichen Ergebnisanstieg waren nach Angaben des Unternehmens mehrere Faktoren ausschlaggebend. So wurden die als rechtswidrig eingestuften IEEPA-Zölle früher als erwartet bereits im zweiten Quartal 2026 nahezu vollständig zurückerstattet. Davon profitierte insbesondere die Division Large Scale & Project Solutions. In diesem Geschäftsbereich wird der Umsatz voraussichtlich 262,1 Millionen Euro erreichen, nach 293,8 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Das EBIT der Division wird bei 44,6 Millionen Euro erwartet, nachdem im zweiten Quartal 2025 noch 63,2 Millionen Euro erzielt worden waren.
Zusätzlichen Rückenwind erhielt das Ergebnis durch die Auflösung von Wertberichtigungen auf Vorräte. Für diese Bestände konnten im Rahmen einer gezielten Verkaufsmaßnahme entgegen den ursprünglichen Erwartungen Käufer auf dem Zweitmarkt gefunden werden. Daraus ergab sich in der Division Home & Business Solutions im zweiten Quartal ein positiver Ergebniseffekt von 21,7 Millionen Euro. Das EBIT dieses Bereichs verbesserte sich dadurch auf 0,5 Millionen Euro, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Minus von 83,2 Millionen Euro ausgewiesen worden war. Gleichzeitig stieg der Umsatz infolge einer höheren Nachfrage auf 83,3 Millionen Euro nach 67,9 Millionen Euro im zweiten Quartal 2025.
Bereinigt um diese Einmaleffekte entwickelte sich das operative Geschäft ebenfalls positiv. Der Konzernumsatz hätte im zweiten Quartal 2026 bei voraussichtlich 368,0 Millionen Euro gelegen und damit über dem Vorjahreswert von 357,1 Millionen Euro. Das EBITDA hätte sich auf 40,9 Millionen Euro verbessert, nach 31,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das operative EBIT wäre auf 27,7 Millionen Euro gestiegen, nachdem im zweiten Quartal 2025 noch 18,0 Millionen Euro erreicht worden waren.
Vor dem Hintergrund des verbesserten Marktumfelds, der weiterhin positiven operativen Entwicklung im zweiten Halbjahr sowie einer günstigeren Wechselkursentwicklung hebt der Vorstand die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 an. Erwartet wird nun ein Konzernumsatz zwischen 1,625 Milliarden Euro und 1,725 Milliarden Euro. Bislang war das obere Drittel der bisherigen Prognosespanne von 1,475 Milliarden bis 1,675 Milliarden Euro als Zielgröße genannt worden. Für das Konzern-EBITDA rechnet SMA künftig mit einer Bandbreite zwischen 180 Millionen und 230 Millionen Euro. Zuvor hatte die Prognose das obere Drittel der Spanne von 50 Millionen bis 180 Millionen Euro vorgesehen.
Der Halbjahresbericht 2026 soll planmäßig am 13. August 2026 um 7 Uhr veröffentlicht werden. Die Telefonkonferenz für Analysten und Investoren ist für denselben Tag um 13.30 Uhr angesetzt. +++

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