Die Fußballer der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz haben einfach kein Glück zu Beginn der neuen Saison in der Regionalliga Südwest. Nachdem sie das Auftaktspiel gegen die Stuttgarter Kickers mit 0:1 verloren hatten, kehrten sie vom ersten Auswärtsspiel der neuen Runde mit einer knappen 2:3 (2:2)-Niederlage bei Eintracht Trier zurück.
Der Verdruss über den Spielausgang war nicht eben gering. Auch bei Daniyel Cimen nicht. Stets ist er um Sachlichkeit bemüht, kam aber nun nicht umhin, Dinge, die den Sieg kosten, knallhart beim Namen zu nennen. „Wir haben insgesamt ein ordentliches, sogar gutes Auswärtsspiel gemacht. Auch im Spiel mit Ball war es ein Schritt nach vorn. Aber diese Fehler, die müssen wir unbedingt abstellen.“ Was er meinte: „Wir kriegen ein Tor nach eigenem Eckball, als die Restverteidigung nicht stimmte, einen Elfmeter und einen Sonntagsschuss.“ Wesentliches - und er schien stolz darauf - stellte er entgegen: „Wir machen zwei Tore, die herauskombiniert waren.“
Die SGB drehte das Spiel im Moselstadion. Nach dem zeitigen Rückstand, als König aus der Distanz treffen durfte, weil das Team aus Fulda einen Eckball nicht verteidigen konnte, folgte positives Verhalten der Gäste - auch wenn sie dieses 2:1 nicht in die Halbzeit-Pause transportieren konnte. Tim Korzuscheks „Steckpass“ nutzte Moritz Dittmann mit etwas Glück Im Abschluss zum Ausgleich (25.) - und Zugang Nick Berger vollendete Sebastian Schmitts präzise Flanke gar zur 2:1-Führung.
Was dann passierte, echauffierte Cimen maßlos. Sehr üppig verlief die Nachspielzeit der ersten Hälfte, an deren Ende Damjan Marceta, der sein drittes Saisontor erzielte, per Handelfmeter zum 2:2 ausglich. „Ich kann mich an keine so große Unterbrechung erinnern, die es gerechtfertigt hätte, dass so lange nachgespielt wurde“, schob Cimen wütend nach. Die SGB brauchte zehn Minuten zu Beginn des zweiten Abschnitts, um anzukommen nach dieser Verärgerung. „Und gerade als ich das Gefühl hatte, dass wir wieder im Spiel waren, kam diese Gelb-Rote Karte.“ Die kassierte Aaron Frey. Äußerst umstritten war sie.
Der Gast aus Fulda musste eine halbe Stunde in Unterzahl spielen - bei mehr als 30 Grad. „Die Jungs habenbrutal verteidigt“, lobte ihr Coach. Doch sein Team kassierte durch einen „Sonntagsschuss“ den dritten Gegentreffer, der zur knappen Niederlage an der Mosel führte. Cimen bilanzierte: „Die guten Dinge, wie das Spiel mit Ball, müssen wir mitnehmen. Aber die Fehler bei den Gegentoren knallhart ansprechen. Gerade in dieser Klasse, in der oft Kleinigkeiten entscheiden.“ Und er legt den Finger in die Wunde. „Wir machen halt momentan den einen oder auch mehrere Fehler zu viel.“
Die nächste Gelegenheit, es besser zu machen, folgt am kommenden Samstag, wenn der ebenfalls noch punktlose Wieder-Aufsteiger TSG Balingen zu Gast ist in der Johannisau (14 Uhr).
Eintracht Trier: Novakovic - Heinz, Yavuz (84. Kinscher), Biondic (90. Weigelt), Marceta, König (77. Laux), Wrusch (77. Sossah), Rahn, Awassi, Spang, Herber (77. Lohei)
SG Barockstadt: Duda - Iljazi, Besso (82. Antlitz), Frey, Schmitt (66. Habermehl) - Sarpei, Pomnitz, Berger (59. Reinhard), Korzuschek (66. Grösch), Siebert (58. Hillmann), Dittmann
Schiedsrichter: Kadir Yagci
Zuschauer: 2.882
Tore: 1:0 Sven König (15.), 1:1 Moritz Dittmann (25.), 1:2 Nick Berger (44.), 2:2 Damjan Marceta (45.+7, Handelfmeter), 3:2 Mateos Biondic (73.)
Gelb-Rot: Aaron Frey (SG Barockstadt, 62.) +++ rl





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