Die Beschlüsse des EU-Gipfels über ein Hilfspaket für die von der Krise betroffenen Staaten kommen nach Ansicht von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) der deutschen Wirtschaft zugute. "Unter dem Strich profitieren wir", sagte Scholz der Wochenzeitung "Die Zeit". Deutschland sei eine global vernetzte Volkswirtschaft. "Unsere Unternehmen profitieren davon, dass sie nicht nur den deutschen Markt, sondern die ganze Welt und vor allem Europa beliefern können." Die Sicherheit deutscher Arbeitsplätze hänge davon ab, dass es in Europa möglichst schnell wieder aufwärts gehe. Scholz zeigte sich zuversichtlich, dass der Deal auch den Zusammenhalt in der EU stärkt. "Wer zusammen Kredite aufnimmt und sie zusammen zurückzahlt, der erreicht eine neue Dimension der Gemeinsamkeit", sagte er. "Das verändert die politische Statik auf eine dramatische Weise." In der Wochenzeitung kritisierte der SPD-Politiker Niedrigsteuerländer wie die Niederlande, die im Milliardenpoker der EU-Staaten für eine Kürzung der Hilfszahlungen gekämpft haben. "Es kann nicht sein, dass man anderen Ländern sagt, sie sollten die Steuern erhöhen, um ihre Staatshaushalte zu sanieren, aber dann selbst mit niedrigen Steuern die Firmen aus diesen Ländern anlockt." +++

Aha: Jetzt schweißen also gemeinsame Schulden die EU-Länder zusammen! Ein interessanter Blickwinkel ist das! Von den 350 Milliarden Euro, die rein an die Südländer verschenkt werden, spricht er nicht. Auch nicht davon, dass Deutschland wieder mal das Meiste zu bezahlen hat und das größte Risiko bei den Schulden eingeht und darüber hinaus jetzt jährlich 10 Milliarden Euro mehr als bisher nach Brüssel überweist., während anderen zahlungsfähigen Ländern sogar noch höhere Rabatte als bisher gewährt wurden. Danke Frau Merkel für diese tollen Verhandlungen! Aber es ist ja alles so gut für uns. Die auf Export getrimmte deutsche Wirtschaft braucht die Absatzmärkte. Das stimmt und deshalb müssen wir manchen Ländern Milliarden schenken oder leihen, damit diese bei uns einkaufen können. Ein ziemlich krankes System ist das. Hinzu kommt, dass der ganze Spuk auch der Lebensverlängerung des Euro dient. Die nächste Generation wird sich für diersen Murks bedanken! Irgendwie kann man Großbritannien beneiden. Die werden zwar ungefähr zwei Jahre lang durch eine schwere Krise laufen müssen, aber danach wird es ihnen besser gehen als innerhalb der EU, wo solche Beschlüsse wie dieser Tage gefällt werden. Von der Leyen hat übrigens heute wieder davon gesprochen, dass das alles Europa gut tun würde. Wieder einmal wird die EU mit Europa verwechselt. So sollen die Bürger wohl glauben, dass es außerhalb der EU nichts mehr gibt, denn die EU ist ja Europa. Welch' ein Unsinn.