RKI meldet 2768 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz steigt auf 15

Kassenärzte wollen Impfzweifler doch noch überzeugen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Mittwochmorgen vorläufig 2.768 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 26 Prozent oder 565 Fälle mehr als am Mittwochmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 14,5 auf heute 15 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 20.500 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 5.300 mehr als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 21 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 170 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 24 Todesfällen pro Tag (Vortag: 24). Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 91.586. Insgesamt wurden bislang 3,76 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

Kassenärzte wollen Impfzweifler doch noch überzeugen
Die Kassenärzte in Deutschland sprechen sich angesichts steigender Corona-Inzidenzen dafür aus, stärker auf Impfskeptiker zuzugehen und sie vom Sinn einer Immunisierung zu überzeugen. „Bei denjenigen, die sich noch nicht impfen lassen wollen, müssen wir insbesondere jene erreichen, die verunsichert sind und Aufklärungsbedarf haben oder für sich keinen individuellen Nutzen der Impfung sehen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Er ist sich aber sicher: „Grundsätzliche Impfgegner werden wir nicht erreichen.“ Gassen betonte in diesem Zusammenhang, eine Impfpflicht, „egal für wen oder welche Gruppe“, halte er für nicht zielführend. Man müsse sich auch fragen, ob sie rechtlich überhaupt möglich sei. „Es geht um Akzeptanz, nicht um Zwang“, verdeutlichte der Verbandschef. Zugleich zeigte Gassen Sympathie für die Einführung einer Kostenpflicht für Corona-Tests. Es sei zu überlegen, „ob bei vorliegenden Impfangeboten für alle die Bürgertests noch kostenlos angeboten werden können“, sagte der KBV-Vorstand den Funke-Zeitungen. Mit Vorliegen eines Impfangebots sollten Tests „nur noch für diejenigen kostenlos sein, die sich nicht regelhaft impfen lassen können, zum Beispiel Kinder“.

Linke will Clubszene in Impfkampagne einbinden
Damit sich mehr Jugendliche und junge Erwachsene gegen das Coronavirus impfen lassen, plädiert die Linke-Fraktion im Bundestag für eine Einbeziehung der Clubszene in die Impfkampagne. „Viele Mitarbeiter haben ja schon im letzten Jahr in den Impfzentren gearbeitet, kennen sich bestens aus und so käme man auch hervorragend an die jüngeren Jahrgänge heran“, sagte der parlamentarischer Geschäftsführer Jan Korte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Um das Überleben der rund 2.000 Clubs und Diskotheken in Deutschland nach mehr als anderthalb Jahren Corona-Pandemie zu sichern, forderte Korte Konzepte, die eine kontrollierte Öffnung auch im Innenbereich ermöglichen. Zudem müssten die Hilfsprogramme, vor allem Clubprogramme und Kulturfonds sowie die Kurzarbeit, weitergeführt oder auch neu aufgelegt werden. FDP-Fraktionsvize Michael Theurer forderte in den Zeitungen eine verlässliche Perspektive für die Clubs, die in den meisten Bundesländern seit März 2020 geschlossen sind und nun nur nach und nach wieder öffnen: „Wir brauchen jetzt mobile Impfteams in der Fläche, die Menschen davon überzeugen, dass das Impfen entscheidend ist. Die vielen Clubs und Soloselbstständigen brauchen die Sicherheit, dass im Herbst nicht sofort wieder alles dichtgemacht wird, weil der Impffortschritt doch nicht so erfolgreich war wie gehofft.“ +++

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