RKI meldet 252836 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz steigt auf 1439

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Freitagmorgen vorläufig 252.836 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 16,2 Prozent oder 35.243 Fälle mehr als am Freitagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 1388,5 auf heute 1439 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 3.479.100 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 19.500 mehr als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 249 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 1.476 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 211 Todesfällen pro Tag (Vortag: 217). Damit liegt die Zahl der Todesfälle nun bei 125.272. Insgesamt wurden bislang 16,76 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom  RKI korrigiert werden.

Hospitalisierungs-Inzidenz steigt auf 7,00

Die bundesweite Hospitalisierungsrate für Corona-Infizierte steigt weiter und ist so hoch wie seit einem Jahr nicht mehr. Das RKI meldete am Freitagmorgen zunächst 7,00 Einweisungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden 7 Tagen (Donnerstag ursprünglich: 6,74, Freitag letzter Woche ursprünglich 6,35). Mehr waren es zuletzt im Januar 2021, das Rekordhoch war mit acht Einweisungen pro Woche und 100.000 Einwohner an Weihnachten 2020 erreicht worden. Es handelt sich um die jeweils vorläufigen Zahlen, die stets nachträglich noch nach oben korrigiert werden, da manche Einweisungen erst später gemeldet werden. Am höchsten ist die Hospitalisierungsinzidenz laut der vorläufigen Daten in Mecklenburg-Vorpommern (17,32). Dahinter folgen Thüringen (15,23), Sachsen-Anhalt (11,56), Rheinland-Pfalz (7,76), Nordrhein-Westfalen (7,69), Saarland (7,01), Sachsen (6,88), Baden-Württemberg (6,85), Bayern (6,83), Brandenburg (6,76), Hessen (6,47), Schleswig-Holstein  (5,46), Niedersachsen (4,10), Hamburg (3,51), Berlin (3,19), Bremen (2,65). In der Altersgruppe 0-4 Jahre liegt die Hospitalisierungsinzidenz bundesweit vorläufig bei 6,53, in der Altersgruppe 5-14 Jahre bei 2,60, in der Altersgruppe 15-34 Jahre bei 4,07, in der Altersgruppe 35-59 Jahre bei 3,67, in der Altersgruppe 60-79 Jahre bei 9,13 und bei den Über-80-Jährigen bei 31,72 Krankenhauseinweisungen mit Covid-19 je Woche und 100.000 Einwohner. Bund und Länder hatten sich in früheren Verhandlungen mal darauf verständigt, dass ab einer Hospitalisierungsinzidenz von 3,0 die 2G-Regel flächendeckend gelten soll, ab 6,0 sollte 2G-Plus kommen, ab 9,0 sollten weitere Maßnahmen ergriffen werden. Stattdessen stehen die meisten Maßnahmen nun vor der Abschaffung.

NRW-Ministerpräsident kritisiert Abschaffung von Basismaßnahmen

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat den Bundes-Entwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes kritisiert. „Weitgehend flächendeckend verabredete Basisschutzmaßnahmen und bewährte Instrumente der Pandemiebekämpfung werden abgeschafft, stattdessen zeichnet der Entwurf einen Flickenteppich an Regeln vor“, sagte er der „Welt“. Diesen könnten die Menschen kaum verstehen. Mit den geplanten Gesetzesänderungen lasse die Bundesregierung die Länder allein und ignoriere ihren eigenen Expertenrat. „Dessen jüngste Stellungnahme ist glasklar: Zur Pandemiebekämpfung braucht es kurze Reaktionszeiten. Der aktuelle Gesetzentwurf der Bundesregierung birgt die Gefahr des exakten Gegenteils: lange Verfahren statt schnellem und rechtssicherem Handeln“, so der NRW-Regierungschef. „Es wäre wichtig gewesen, dass sich Bund und Länder wie vom Bund zugesagt darüber austauschen, wie der Basisschutz so verankert werden kann, dass wir das Coronavir  us dauerhaft kontrollieren können. Das ist in diesem Verfahren kaum realistisch.“ +++


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