RKI meldet 2440 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz sinkt auf 18,6

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Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Freitagmorgen vorläufig 2.440 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 23 Prozent oder 725 Fälle weniger als am Freitagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 19,3 auf heute 18,6 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Weil in der letzten Woche Donnerstag in mehreren Bundesländern ein Feiertag war, hat der Vorwochenvergleich nur wenig Aussagekraft.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 52.900 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 26.700 weniger als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 102 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 661 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 94 Todesfällen pro Tag (Vortag: 92). Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 89.687. Insgesamt wurden bislang 3,71 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

EU-Kommission: Ausbreitung von Virusvarianten stärker kontrollieren

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in Großbritannien fordert EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides mehr Sequenzierungen von positiven Corona-Proben. "Wir müssen EU-weit mindestens 10 Prozent der positiven Proben sequenzieren", sagte sie dem "Handelsblatt". "Wir können es uns nicht leisten, blind für die Varianten zu sein." Die EU unterstütze die Sequenzierungen mit 100 Millionen Euro. Deutschland erfüllt diese Vorgabe. Hier wurden zuletzt 12 Prozent der positiven Proben sequenziert, also so genau untersucht, dass die Varianten voneinander unterscheidbar sind. Weiter sagte Kyriakides: "Die Bedrohung durch die ansteckenderen Varianten, wie der Delta-Variante, bleibt sehr real und ernst für ungeimpfte Menschen. Das sehen wir in Großbritannien. Dies ist derzeit die größte Herausforderung für uns." Insgesamt zeichnete die Kommissarin aber ein positives Bild von der Situation: "Wir sehen nun die positiven Effekte der Mass enimpfungen in der EU: Die Zahlen sinken stetig seit zwei Monaten." Mehr als 50 Prozent der Erwachsenen hätten ihre erste Dosis erhalten, 30 Prozent seien vollständig geimpft. "Das sind Gründe für Optimismus, wenn auch nicht für Selbstzufriedenheit." Die Impfkampagnen dürften jetzt nicht nachlassen: "Impfungen bleiben unser stärkstes Mittel gegen die Varianten", sagte Gesundheitskommissarin Kyriakides. "Wir müssen sicherstellen, dass so viele Bürger wie möglich vollständig geimpft sind." +++


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