RKI meldet 22.609 Corona-Neuinfektionen

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Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Donnerstagmorgen 22.609 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 3,4 Prozent mehr als am Donnerstagmorgen vor einer Woche, als durch das RKI 21.866 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet worden waren. Die letzten drei Tage war die entsprechende vom RKI veröffentlichte Zahl niedriger ausgefallen als jeweils eine Woche zuvor, am Montag sogar um 19 Prozent. Bereits am Vortag war bekannt geworden, dass der Anteil positiver Tests in der letzten Woche wieder auf ein Hoch von 9,0 Prozent gestiegen ist – ähnlich wie Anfang April, als der seitdem höchste Wert erreicht worden war. Im Sommer lag die Positivenquote in mehreren Wochen unter einem Prozent. Außerdem meldete das RKI nun 251 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Dabei ist aber stets unklar, ob sich die Todesfälle wegen oder nur mit dem Virus ereignen. Auf den Intensivstationen wurden unterdessen am frühen Donnerstagmorgen 3.566 Covid-1 9-Patienten intensiv behandelt.

89 Corona-Infektionen im Bundestag – Tempo nimmt zu

Seit Beginn der Pandemie und bis zum 13. November wurden im Deutschen Bundestag insgesamt 89 Corona-Fälle gezählt. Das geht aus einer Antwort der Bundestagsverwaltung auf eine Anfrage der Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben) hervor. Von den 89 Infizierten sind 15 Abgeordnete. Mit einem Anteil von 2,1 Prozent an allen 709 MdBs ist die Rate der nachgewiesenen Infektionen daher gut doppelt so hoch wie in der Gesamtbevölkerung, wo kürzlich die Marke von einem Prozent überschritten wurde. 22 weitere im Bundestag Infizierte sind Mitarbeiter von Abgeordneten, 18 sind in den Fraktionen tätig, 25 in der Verwaltung. In lediglich neun Fällen handelt es sich um Mitarbeiter von Fremdfirmen, wie Reinigung, Fahrdienst, Handwerker oder andere Dienstleister. Insgesamt sind circa 10.000 Personen im Bundestag tätig, Dienstleister mit eingerechnet. Zuletzt hat auch die Infektionsgeschwindigkeit deutlich zugenommen. So wurden seit Ausbruch der Pandemie i n Deutschland Ende Januar bis Ende September 37 Fälle im Bundestag gezählt. Bis Ende Oktober waren es bereits 55. Seither sind 34 weitere Fälle dazu gekommen. Das liegt womöglich auch an der Zahl der Sitzungswochen pro Monat: Nach der Sommerpause des Parlaments im Juli und August gab es im September drei, im Oktober zwei Sitzungswochen. Seit Anfang Oktober gilt im Bundestag eine Maskenpflicht. Unklar ist, wo sich die Betroffenen infiziert haben – innerhalb oder außerhalb des Parlaments. Das weiß auch Alexander Graf Lambsdorff nicht. Mitte März wurde bekannt, dass sich der FDP-Fraktionsvize infiziert hatte – als einer der Ersten im Deutschen Bundestag. Heute geht es ihm wieder gut. „Glücklicherweise habe ich keinerlei Spätfolgen“, sagte Lambsdorff den Funke-Zeitungen. „Ich kann riechen und schmecken, alle Organe scheinen zu funktionieren und auch mein Kurzzeitgedächtnis ist in Ordnung. Ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist und bin umso dankbarer dafür.“

Waschke (SPD): Versorgung mit Schnelltests in Pflegeheimen ist dringend notwendig

Für die hessische SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Waschke sind Schnelltests in Krankenhäuser, Senioren- und Pflegeheime von großer Bedeutung. Die langen Wartezeiten bei der Lieferung bereiten ihr Sorgen. „Wir brauchen dringen eine umfassende Teststrategie für alle, die in der stationären, aber auch in der ambulanten Versorgung tätig sind. Wir wollen, dass die Beschäftigten und Patienten endlich besser geschützt werden und das Virus schneller und besser gebannt wird“, erklärte die Landtagsabgeordnete aus dem Landkreis Fulda und betonte, wie wichtig der umgehende Einsatz von Schnelltests insbesondere in Krankenhäusern und in der Altenpflege sei. „Wie wir im Landkreis Fulda nun schmerzhaft spüren, gibt es nach wie vor große Lücken. Wir brauchen dringend Schnelltests für Pflegeheime, damit die Wahrscheinlichkeit für solche Ausbrüche künftig sinkt“, so Sabine Waschke. Es sei absolut unverständlich, dass die Pflegeheime in Hessen bisher kaum mit den Tests ausgestattet worden seien, obwohl die Landesregierung dies schon lange angekündigt habe. „Durch das bürokratische Hin-und-Her zwischen den Gesundheitsämtern und dem hessischen Sozialministerium sind wertvolle Wochen bis zur Genehmigung verloren gegangen. Auch für Folgebestellungen müssen die Pflegeheime wieder Testkonzepte einreichen und sich vorab genehmigen lassen. Wir wollen schnelles umfassendes Testen in Heimen und im Krankenhaus. Wir brauchen das Personal dringend und müssen die Beschäftigten, aber auch die Patienten und Heimbewohner besonders schützen“, sagte die SPD-Landtagsabgeordnete Waschke. +++


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