RhönEnergie Fulda: Anpassungen der Abschläge wichtig

9-Euro-Ticket wurde gut angenommen

Angesichts der Verknappung der Gaslieferungen aus Russland sowie aufgrund der weltweit hohen Nachfrage sind die Energiepreise auf dem Weltmarkt in den vergangenen Monaten drastisch angestiegen. Wir haben bei der RhönEnergie Fulda nachgefragt.

„Für uns bedeutet dies, dass wir bereits jetzt für den Einkauf von Erdgas an den Handelsbörsen ein Vielfaches des bislang üblichen Marktniveaus bezahlen. Um die erforderlichen Mengen zu beschaffen, gehen wir mit Beträgen von mehreren Millionen Euro in Vorleistung. Wie für alle Versorgungsunternehmen ist dies auch für uns mit großen Risiken verbunden. Verbraucher müssen vor diesem Hintergrund davon ausgehen, dass sich ihre Energiekosten teils deutlich erhöhen. Das hängt im Einzelfall von der Heizung, dem Verbrauchsverhalten sowie vom gewählten Tariftyp ab. Erdgaskunden müssen damit rechnen, dass sich Ihre Heizkosten verdoppeln könnten, einige Szenarien gehen auch von Verdreifachung aus“, heißt es im Statement des Osthessischen Energieversorgers.

Den Kunden wird geraten, bereits jetzt ihre monatlichen Abschläge vorsorglich anzupassen, um so hohen Nachzahlungen vorzubeugen. Auch im Strom geht man von weiteren Erhöhungen aus, da die Preise schon vor dem Ukrainekrieg stark angestiegen waren. Zusätzlich wird häufig Gas für die Stromproduktion eingesetzt. Generell gilt für alle Versorger: Wenn die bereits vor der Krise beschafften Energiemengen verbraucht sind, werden man mehr zu den aktuell teuren Börsenpreisen einkaufen müssen – dies treibt die Kosten. Auch die Umlagen auf den Strompreis, z.B. die Netzentgelte, werden perspektivisch steigen und neue Umlagen werden hinzukommen, heißt es weiter.

Anpassungen der Abschläge extrem wichtig

Die steigenden Kosten kommen zeitlich etwas verzögert bei den Verbrauchern an, so das Unternehmen. Die Höhe der monatlichen Abschläge wird dabei grundsätzlich auf Basis der letzten Jahresverbrauchsabrechnung festgelegt, heißt es im Statement weiter. Seit Jahresbeginn haben wir unsere Ablesezeiträume und die Taktung unserer Jahresverbrauchsabrechnung geändert. Für unsere Kunden gelten daher unterschiedliche Abrechnungszyklen. Kunden, die noch vor den Preissprüngen dieses Jahres ihre letzte Abrechnung erhalten haben, zahlen in der Regel einen Abschlag, der deutlich unter den tatsächlichen Kosten liegt. Die Anpassung der Abschläge kann man im Kundenportal einfach und komfortabel selbst vornehmen – am besten so früh wie möglich. Eine solche Anpassung empfiehlt der Energieversorger ausdrücklich, etwaige Guthaben werden später verrechnet – hier gingen also keine Zahlungen verloren. Mit Blick auf die Energiekosten, aber auch auf die generelle Versorgungslage ist Energiesparen das Gebot der Stunde. Dazu kann jeder mit seinem individuellen Verbrauchsverhalten beitragen – und wir empfehlen dringend, hier schon vor dem Winter etwas zu tun:  Hier sind Expertentipps zum Einsparen von Wärmeenergie zusammengestellt.

Bäder: Anpassung der Wassertemperatur

Das Gebot des Energiesparens hat der Osthessische Energieversorger bereits frühzeitig in den Bädern der Stadt Fulda, insbesondere mit Blick auf die Erwärmung der Schwimmbecken, umgesetzt. Der Aufwand für die Erwärmung ist dabei extrem wetterabhängig. Zu Beginn der Badesaison hatte man sich dazu entschieden, die Mindesttemperatur in den Bädern zu senken, um so einen solidarischen Beitrag zum Energiesparen zu leisten. Bei den aktuell warmen Temperaturen müssen die Becken im Rosenbad gar nicht beheizt werden. Weitere Einsparmaßnahmen sind derzeit noch nicht beschlossen, könnten aber zu einem späteren Zeitpunkt nötig werden. Hier werde man natürlich auch seinen Beitrag leisten, wenn es nötig wird, so der Energieversorger.

9-Euro-Ticket wurde gut angenommen

Im Juni 2022 wurden von den RhönEnergie Verkehrsbetrieben rund 8.000 9-Euro-Tickets in Papierform verkauft. Für den Juli wurden von uns bereits zu Monatsbeginn knapp 6.000 Tickets verkauft (Stand: 05.07.). Die Tickets werden also aus Sicht der RhönEnergie Fulda sehr gut angenommen. +++

Coronadaten

Letzte Aktualisierung: 06.10.2022, 05:22 Uhr
 Inzidenz7-Tage-Fallzahl
Fulda
962,1 ↑2151
Vogelsberg776,0 ↓820
Hersfeld
329,6 ↓396
Main-Kinzig716,7 ↑3035

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