Einer der führenden deutschen Rentenexperten, der Münchner Max-Planck-Wissenschaftler Axel Börsch-Supan, hat die SPD-Pläne für eine Grundrentenpläne ohne Bedürftigkeitsprüfung kritisiert. Zwar teile er die Meinung der SPD, so Börsch-Supan gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“, „dass man die Leute nicht zum Sozialamt schicken soll.“ Doch nach dem derzeitigen SPD-Konzept lägen „zwei Drittel der Menschen, die Grundrente bekommen sollen, im mittleren Einkommensbereich oder sogar im oberen Einkommensdrittel“. Dies, erklärte der Rentenexperte, liege im Wesentlichen „daran, dass der Ehepartner entsprechend viel verdient hat. Oder daran, dass die Betroffenen Beamtenpensionen bekommen.“ Börsch-Supan warnte: Es gäbe dann „eine ganze Menge Menschen, die berechtigt wären, Grundrente zu erhalten, obwohl sie gut verdienende Beamte sind“. Das halte er für falsch. „Der Staat“, so Börsch-Supan, „hat kein Geld zu verschenken an reiche Leute“. Er empfahl eine Prüfung, wie der Staat sie auch vornehme, wenn jemand Subventionen beantrage. Börsch-Supan ist Direktor am Münchner Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik. Außerdem ist er Mitglied der von der Bundesregierung Mitte 2018 eingesetzten Rentenkommission, die spätestens bis März 2020 ihre Ergebnisse präsentieren soll. +++

Die Union will nicht einen kühlen Kopf bewahren sondern ihr kaltes Herz!
Skandal! Grundrente weder mit Union, noch mit Merkel und schon gar nicht mit dem skurrilen Beispiele-Erfinder Lindner abgesprochen! Das ist nicht rechtens von den von Altersarmut betroffenen Rentnern! Sie hätten sich doch vorher anmelden können! Im übrigen hätten Sie sich ja nur um eine höhere Entlohnung bemühen müssen, dann würde es Ihnen doch auch – wie uns allen – gut gehen! Stattdessen wollen sie jetzt den Jungen ans Portmonee – wegen höherer Beiträge! Ungerecht ist das!
Und nicht vergessen: das Rentenabstandsgebot ist einzuhalten! Es kann nicht sein, dass Renten- bzw. Pensionsansprüche von fleißigen und erfolgreichen Menschen wie Winterkorn und Konsorten nicht mindestens das 100-fache der Grundrente betragen! Für diese Feststellung braucht es keine Bedürftigkeitsprüfung! Und außerdem sind jetzt erst einmal – so haben sich Union und FDP verlauten lassen – die Reichen (Soliabbau) und die Wirtschaft dran! Denen geht es doch am dreckigsten!
So, oder so ähnlich kommen nun die Retter unseres „uns geht es doch allen gut -Staates“ wieder aus ihren Löchern, denen jeder Euro in den Sozialstaat einer zu viel ist!
Schluss mit der Real-Satire!
Da bringen es doch Verhinderer der Grundrente fertig, zu beklagen, dass nicht alle bedürftigen Rentner davon profitieren würden – nur die, die mindestens 35 Jahre Beiträge gezahlt haben! Ja wie scheinheilig und perfide ist das denn? Wären diese Kritiker doch die ersten, die sich gegen eine Grundrente für Geringbeitrag-Zahler wenden würden!
Und was ist dagegen einzuwenden, dass die SPD die Grundrente auch aus künftigen Steuereinnahmen finanzieren will? Was ist daran eine „Luftbuchung“? Oder will die Union weiterhin auf der Seite der Hoteliers und der Banken stehen?
„Nicht Alte gegen Junge,
sondern Arme gegen Reiche!
Egal, ob jung oder alt,
gemeinsam sind wir stark!“
https://youtu.be/9Steya7Qtr8
Im übrigen:
Was die neu von der SPD vorgeschlagene Grundrente betrifft, sollte daran erinnert werden, dass bereits 1972 durch den damaligen SPD-Arbeitsminister Walter Arendt unter Willy Brandt eine Art Grundrente eingeführt wurde, die dann 1992 unter Kohl und der damaligen Familienministerin Merkel wieder abgeschafft wurde. So wie Kohl ja seinerzeit auch den bis dahin erfolgreichen sozialen Wohnungsbau abgeschafft hatte mit den bekannten, heute beklagten Auswirkungen! Spätere Versuche der SPD diese Missstände wieder zu korrigieren, wurden von der Union immer wieder trickreich verhindert.