Bei einer bundesweiten Razzia gegen organisierte Schwarzarbeit im Baugewerbe sind drei Haftbefehle vollstreckt und Vermögenswerte in Höhe von 15 Millionen Euro gesichert worden. Das teilten die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Hauptzollamt Schweinfurt am Mittwoch mit. Im Fokus der Ermittlungen steht eine 15-köpfige multinationale Tätergruppe, die über Servicefirmen systematisch Sozialversicherungsbeiträge und Steuern hinterzogen haben soll.
Knapp 800 Einsatzkräfte durchsuchten in den frühen Morgenstunden zeitgleich 70 Objekte in sieben Bundesländern, mit einem Schwerpunkt im Rhein-Main-Gebiet. Dabei stellten die Ermittler umfangreiches Beweismaterial wie Dokumente und Datenträger sicher. Der vorläufig berechnete Gesamtschaden aus hinterzogenen Abgaben beläuft sich auf knapp 28 Millionen Euro.
An den Maßnahmen waren 715 Kräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls sowie 82 Beamte der Zollfahndung, Steuerfahndung und Polizei beteiligt. Spezialeinheiten und Einsatzhunde kamen zum Einsatz. Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel wird voraussichtlich mehrere Monate dauern. Die Ermittlungen werden fortgesetzt. +++
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