Blutige Messerstiche, ein verschwundenes Ehepaar, ein grausamer Verdacht. Seit Donnerstag steht vor dem Landgericht Fulda ein 51 Jahre alter Handwerker, der sich nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft eines Verbrechens von besonderer Brutalität schuldig gemacht haben soll. Die Anklage lautet auf zweifachen Mord. Das mutmaßliche Motiv: Habgier.
Die Opfer, eine 63 Jahre alte Frau und ihr 67-jähriger Ehemann aus Wildeck-Richelsdorf, galten Ende Juni 2025 zunächst als vermisst. Nachdem das Ehepaar als vermisst gemeldet worden war, hatte die Polizei eine großangelegte Suche gestartet. Wenig später dann die schockierende Entdeckung: In einem Waldgebiet nahe Richelsdorf fanden die Ermittler die Leichen der beiden. Beide waren mit mehreren Messerstichen getötet worden. Die Tat erschütterte nicht nur den kleinen Ort, sondern die gesamte Region.
Die Ermittlungen führten die Polizei schnell zu einem Mann, der den Opfern vertraut war. Der 51-jährige Angeklagte hatte am Tag des Verschwindens Arbeiten im Haus des Ehepaars ausgeführt. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft wusste er aus früheren Aufträgen, dass seine Auftraggeber größere Mengen Bargeld in ihrem Haus aufbewahrten. Genau dieses Wissen soll ihn zur Tat getrieben haben. Wenig später nahmen die Ermittler den nun Angeklagten, der bereits zu diesem Zeitpunkt als dringend tatverdächtig galt, fest. Er sitzt seither in Untersuchungshaft.
Was die Staatsanwaltschaft schildert, zeichnet ein erschreckendes Bild. Der Angeklagte soll die Arglosigkeit und Wehrlosigkeit des Ehepaars gezielt ausgenutzt und beide heimtückisch erstochen haben. Anschließend habe er die Leichen in ein abgelegenes Waldstück gebracht und dort abgelegt, um die Tat zu vertuschen. Der Mord sei aus Habgier begangen worden, zudem zur Ermöglichung eines Raubes. So lautet der Vorwurf, über den nun das Landgericht Fulda zu urteilen hat. +++ adm

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