Am Montag fuhr ein Lastzug aus Waldems im Rheingau-Taunus-Kreis gegen 22.55 Uhr auf der A7 in Richtung Kassel. Der Lkw war mit Brief- und Paketpost beladen. Zwischen der Anschlussstelle Hersfeld/West und dem Parkplatz Fuchsrain geriet er wegen eines technischen Defekts im Motorraum in Brand. Das Feuer breitete sich rasch vom Motorraum auf das Führerhaus und den Laderaum aus. Der Fahrer schaffte es, den Lastzug noch auf den Seitenstreifen zu lenken und verließ dann seinen brennenden Lkw schnellstmöglich. Innerhalb kürzester Zeit stand das Führerhaus komplett in Flammen.
Die Leitstelle Hersfeld-Rotenburg alarmierte Feuerwehr- und Sanitätskräfte, die zum Unglücksort eilten. Der 39-jährige Fahrer aus Weißrussland verletzte sich an der Hand beim Verlassen des Führerhauses und inhalierte Rauchgase. Vor Ort wurde er erstversorgt und anschließend zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Während der Löscharbeiten sperrte man die Autobahn in Richtung Kassel vollständig ab. Die Feuerwehr musste die Ladung (Stückgut) per Hand entladen, wofür zusätzliche Kräfte aus Neuenstein angefordert wurden.
Der Verkehr staute sich bis zur Anschlussstelle Hersfeld/West über etwa zwei Kilometer zurück. Am Zugfahrzeug sowie am Anhänger entstand ein Sachschaden von rund 40.000 Euro; Angaben zum Schaden an der Ladung liegen noch nicht vor. Ob durch die Hitzeeinwirkung Fahrbahnschäden entstanden sind, muss noch durch Mitarbeiter der Autobahn GmbH geprüft werden.
Nachdem die Autobahnmeisterei aufgrund des gefrorenen Löschwassers Streusalz gestreut hatte, konnte gegen 03:15 Uhr die linke Fahrspur wieder geöffnet werden; rechte und mittlere Spur blieben für Bergungsarbeiten gesperrt. +++

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