Neue Allianz im Kreistag: FDP und FGG bündeln Kräfte in Fulda

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Prof. Dr. Thomas Stegmann, Ulas Topal, Mario Klotzsche. Foto: privat

Es ist ein politisch bemerkenswerter Schulterschluss: Die FDP und die Wählergruppe FGG – Fulda Gemeinsam Gestalten – gehen im Kreistag des Landkreises Fulda künftig gemeinsame Wege. Am 6. April 2026 hat sich die neue Fraktion offiziell konstituiert. Ihr Name ist so schlicht wie programmatisch: FDP/FGG.

Drei Namen stehen hinter diesem Bündnis: Mario Klotzsche, Professor Dr. Thomas Stegmann und Ulas Topal. Klotzsche übernimmt den Vorsitz, Stegmann und Topal werden seine Stellvertreter. Eine kleine Fraktion, die sich viel vorgenommen hat – und die bewusst auf eine klare, sachorientierte Linie setzt.

Der Anspruch ist deutlich formuliert: weniger große Bühne, mehr konkrete Arbeit. Während andernorts politische Debatten oft von überregionalen Themen geprägt sind, will sich die neue Fraktion auf das konzentrieren, was im Alltag der Menschen im Landkreis Fulda unmittelbar spürbar ist. Entscheidungen vor Ort statt ideologischer Grundsatzdiskussionen – so lässt sich der Kurs zusammenfassen.

Fraktionschef Mario Klotzsche beschreibt das Bündnis als bewusste Kraftbündelung: Man wolle im Kreistag verlässlich und konstruktiv arbeiten, mit einer klaren kommunalpolitischen Ausrichtung. Der Landkreis selbst stehe im Mittelpunkt. Es gehe darum, Verantwortung zu übernehmen und dazu beizutragen, dass sich Fulda weiterentwickelt – modern, wirtschaftlich stark und lebenswert.

Inhaltlich steckt die Agenda den klassischen Rahmen kommunaler Politik ab – und versucht zugleich, ihn mit Nachdruck zu füllen: solide Haushaltsführung, Investitionen in Bildung und Digitalisierung, wirtschaftliche Entwicklung, moderne Verkehrs- und Mobilitätskonzepte. Hinzu kommen Themen, die oft im politischen Alltag unterschätzt werden, aber für viele Bürger entscheidend sind: die Unterstützung von Vereinen und Ehrenamt, bezahlbarer Wohnraum, neue Gewerbeflächen.

Klotzsche macht keinen Hehl daraus, worum es aus seiner Sicht im Kern geht: funktionierende Schulen, eine leistungsfähige Verwaltung, verlässliche Infrastruktur – und ein verantwortungsvoller Umgang mit öffentlichen Mitteln. Große Worte vermeidet er, stattdessen betont er die Notwendigkeit sachlicher Entscheidungen gerade auf Kreisebene.

Auch Professor Dr. Thomas Stegmann setzt auf einen nüchternen Ton. Die Zusammenarbeit in der neuen Fraktion sei vom gemeinsamen Willen getragen, Politik mit Vernunft, Augenmaß und Verantwortungsbewusstsein zu gestalten. Das Verbindende solle im Vordergrund stehen, nicht das Trennende – ein Ansatz, der in polarisierten Zeiten fast schon wie ein Gegenentwurf wirkt.

Ulas Topal wiederum richtet den Blick nach vorn. Der Landkreis Fulda habe große Chancen, sagt er – und diese gelte es zu nutzen. Mit einer Politik, die nah an den Menschen bleibt, offen für neue Ideen ist und gleichzeitig verantwortungsvoll mit den vorhandenen Möglichkeiten des Landkreises umgeht.

Mit ihrer Konstituierung sendet die neue Fraktion ein Signal, das über ihre Größe hinausreicht: FDP und FGG wollen im Kreistag konstruktiv mitarbeiten, Verantwortung übernehmen und sich aktiv in die Gestaltung des Landkreises einbringen. +++


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