Fulda. Die Planungen im Bereich des Löhertor-Areals in der Fuldaer Unterstadt schreiten voran. Das Bewertungsgremium hat ein Bebauungskonzept gefunden, auf dessen Grundlage der Bebauungsplan nun ausgearbeitet werden kann. Vor wenigen Stunden stellte der Magistrat der Stadt Fulda gemeinsam mit der Firma Greve, als Grundstückseigentümer sowie der RhönEnergie Fulda, als Ankermieter, im Fuldaer Stadtschloss, den aktuellen Sach- und damit Planungsstand vor. Als Gesprächspartner fungierten neben dem Oberbürgermeister der Stadt Fulda Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) und dem Stadtbaurat der Stadt Fulda Daniel Schreiner (parteilos), die beiden Vorstandsmitglieder der Dr. Helmut Greve Bau- und Boden-Aktiengesellschaft Dr. Ralph Knist und Eva-Maria Greve sowie die beiden Geschäftsführer der RhönEnergie Fulda GmbH Dr. Arnt Meyer, Geschäftsführer der RhönEnergie und Martin Heun, Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie Fulda.
Wie bereits im Frühjahr diesen Jahres bekannt wurde, wurde im heutigen Pressegespräch mit dem Magistrat der Stadt Fulda – vertreten durch Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Stadtbaurat Daniel Schreiner – und der Greve Gesellschaft für Geschäfts- und Freizeitzentrum Fulda, als Eigentümerin des Löhertor-Areals, die anvisierte Neubebauung des Löhertor-Areals, die eine finale Realisierung eines Nutzungsmixes – bestehend aus weiteren Büroräumen der RhönEnergie Fulda, einem Hotel, Räumlichkeiten für Erwachsenenbildung („Haus der Bildung“), Handelsfläche sowie diverse Wohneinheiten – darunter studentisches Wohnen – vorsieht, manifestiert. In der nächsten Stadtverordnetensitzung, am kommenden Freitag, den 16. Dezember 2016, soll das Aufstellungsverfahren für den „B-Plan“ auf den Weg gebracht werden. Damit verdichtet sich das angedachte Konzept des Nutzungsmixes.
Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld hieß heute die (stetige) „Weiterentwicklung des innerstädtischen Wohnens“, die sich auch durch die Neubebauung des Löhertor-Areals auf Fulda auswirken wird, „als etwas, für die Stadt Fulda, sehr positives“. Allen Beteiligten gemein sei aber die gemeinsame Vorstellung eines Nutzungsmixes, mit dessen (Neu-)Bau zukünftig begonnen werden könne. Schon heute sprach man – da man nun weiter tüchtig in die Stadt investiere -, im gemeinsamen Pressegespräch, von einer wirklichen „Bekennung zur Stadt Fulda“. Dem einstigen Erstreben von einer zukunftsgerichteten Neuordnung des Gebäudes scheint nunmehr nichts mehr im Wege zu stehen.
„Wir haben uns dafür entschieden, ganz bewusst auf den Mietwohnungsbau zu setzen. In diesem Kontext war uns wichtig, ein Quartier zu schaffen, das zum einen zukunftsgerichtet ist und zum anderen auch innerstädtischen Nutzen inkludiert“, so Dr. Ralph Knist, Vorstandsmitglied der Dr. Helmut Greve Bau- und Boden-Aktiengesellschaft. Über die Bebauung des „B-Plans“ und damit schemenhaft, wie das zukünftige, neue Löhertor-Areal, das bis 2021 fertiggestellt sein soll, einmal aussehen wird, informierte heute – und damit vor der Beschlussfassung – Stadtbaurat Daniel Schreiner.
Zum Bauvorhaben:
Nachdem man die Tiefgarage fertiggestellt hat, wird man im Bauprozess mit der geschlossenen Mantelbebauung fortfahren. Die RhönEnergie Fulda wird im Atriumgebäude (abgerückt von der Bestandsbebauung) verortet sein. In der Mitte (nicht abgerückt) soll sich das Hotel einbetten. Aufweiten soll hingegen der Quartiersplatz. Von dem „Innenstadtquartier“ sprach man, das sich dort die Wohnhöfe befinden sollen. Was den angedachten Wohnungsbau betrifft, soll dieser aus fünfeinhalb Baukörpern bestehen. Was dessen Optik anbetrifft, so kann man sich hier vorstellen, dass diese möglicherweise auf eine Klinkerfassade hinauslaufe. Wie Daniel Schreiner in diesem Kontext mitteilte, möchte man den Bereich der Wohnbauten, da Privatisierung, weitestgehend „offen halten“, möglicherweise zu Beginn mit Baumbepflanzungen arbeiten. Auch wird dieser Bereich Pkw-frei sein, da die angedachte Tiefgarage, als hauptsächlicher Pkw-Stellplatz fungiere.
„Nach der Fusion und angesichts der Betrachtung der Größe unseres Unternehmens mit Niederlassungen an unterschiedlichen Standorten, sind wir sehr froh darüber, unseren Miterbeitern jetzt auch eine Lösung präsentieren zu können“, bekundete der Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie Fulda Martin Heun und benannte diesen Prozess als „ein sehr fruchtbares Unterfangen“. „Zwar befinden wir uns noch nicht unmittelbar vor der wichtigen Bauphase, dennoch glaube ich, dass wir, am kommenden Freitag, bei der nächsten Stadtverordnetenversammlung, einen weiteren, ganz wichtigen, Meilenstein abhaken werden können. Wir, von der RhönEnergie, können uns mit diesen angedachten Vorschlägen, wie das zukünftige Löhertor-Areal realisiert werden soll, sehr gut identifizieren“, erklärte heute der Geschäftsführer der RhönEnergie Fulda Dr. Arnt Meyer. Daneben dankte die Geschäftsführung der RhönEnergie der Greve Gesellschaft für Geschäfts- und Freizeitzentrum Fulda und Eigentümerin des Löhertor-Areals sowie der Stadt Fulda für deren konstruktives Mitwirken. Wie Dr. Ralph Knist heute bekundete, belaufe sich die Bausumme auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. Zwar kann man heute noch nicht ganz absehen, wann das neue Löhertor-Areal fertiggestellt sein wird, man prognostiziere aber eine Zeit bis 2021. +++ (jessica auth)

Das ist eine der ganz großen Herausforderungen für den Magistrat:
die lange brach liegenden großen Flächen in Fulda wie Löhertor, ehem. Möbelfabrik in Horas, Galgengrabengelände und viele andere Gelände erfolgreich zusammen mit den Investoren zu bebauen. Beim Löhertor sind es gefühlt nun mindestens 20 Jahre oder mehr. Bei der Möbelfabrik wohl noch länger.
Wenn Dr. Wingenfeld das (Löhertor) gelingt, kann man nur sagen: Respekt! Allerdings ist es noch lange nicht geschafft. Aber wenn, wäre das richtig toll!
Aber erst mal sehen, was die Frösche dazu meinen. ;-)
Das sind halt Kaufleute! Die halten bei ihren Sachen.
Damit sich die Leser hier ein Bild machen können, wie sich der o.g. Plan in das Gelände einfügt, hier mal eine Kombination aus realem Luftbild und dem Plan:
http://www.kallay-fulda.de/Download/Loehertor/Loehertorplanung.jpg
Quelle des Luftbildes: BING Maps https://binged.it/2hl8T5z
Habe mal im Netz recherchiert nach Dr. Ralph Knist und Erstaunliches gefunden:
http://www.shz.de/lokales/pinneberger-tageblatt/mit-greve-in-die-zukunft-id13376291.html
Sehr lesenswert! Eine ganz andere Stadt und ein ganz anderes Baugelände. Allerdings gibt es verblüffende Parallelen:
– das Gebiet dort ist ebenso wie in Fulda seit ca. 20 Jahren ungenutzt
– Das Baugelände gehört ebenso wie in Fulda der Grewe Gruppe
Im „Weichkochen“ von Kommunen hat man bei Grewe offenbar viel Erfahrung! ;-)
Und man hat Zeit!