Nahles-Programm gegen Langzeitarbeitslosigkeit droht Flop zu werden

Andrea Nahles (SPD)
Andrea Nahles (SPD)

Berlin. Das von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) gestartete Sonderprogramm zur Eingliederung von Langzeitarbeitslosen kommt nur schwer in Gang. Von den 24.000 Förderplätzen, die den Jobcentern bis Mai 2015 bewilligt wurden, sind nach einem Jahr erst 5.642 besetzt. Dies geht aus der Antwort des Arbeitsministeriums auf eine Anfrage der Grünen hervor, die dem „Handelsblatt“ vorliegt. Das mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Bundes finanzierte Programm soll unter anderem Arbeitslosen helfen, die schon länger als zwei Jahre ohne Job sind, keine verwertbare Ausbildung haben oder älter als 35 Jahre alt sind. Teilnehmende Jobcenter beklagen einen großen bürokratischen Aufwand. „Das Programm leistet keinen spürbaren Beitrag zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit“, sagte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen, Brigitte Pothmer, dem „Handelsblatt“. Statt das Geld in Sonderprogramme zu stecken, die allenfalls „Strohfeuer“ produzierten, solle Nahles lieber für eine angemessene Ausstattung der Jobcenter sorgen und einen sozialen Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitslose schaffen, forderte die Oppositionspolitikerin. +++ fuldainfo


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1 Kommentar

  1. Da geht wieder ein Konzept den Bach runter, was zuvor als wegweisend angepriesen worden ist. Die Harz-Reformen haben sich zum Schaden der Betroffenen leider erst im Nachhinein als Flop erwiesen. So wird jetzt hoffentlich der Schaden im Vorfeld von der Betroffenen abgewendet.

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