Bei ihrer dritten Sommerbegehung führte es die CDU-Stadtverordnetenfraktion ins Fuldaer Münsterfeld. Ausgangspunkt der etwa zweistündigen Stadtteilbegehung war die Kreuzung der Carl-Schurz-Straße / Kettelerstraße. In den Wohnblöcken leben heute Familien wie Allleinerziehende unterschiedlicher Nationalitäten. Das Wohnquartier hatte früher den Ruf eines sozialen Brennpunktes. Dem widersprachen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der gestrigen Begehung vehement. Man sei als Gemeinschaft zusammengewachsen, helfe und unterstütze einander nationalitätenübergreifend, auch dann, wenn Probleme wie beispielsweise die Verkehrs- und Parksituation in der Carl-Schurz-Straße oder gewöhnliche Lebensumstände, die der Stadtteil mit anderen Städten teilt, die Anwohner vor Herausforderungen stellen.
Üppige Parkdichte in Carl-Schurz-Straße hindert Abfallwirtschaft am Wenden
Eine Problematik, die die Anwohner bei der Begehung den Kommunalpolitikern schilderten, war die, dass beispielsweise die Müllabfuhr aufgrund der üppigen Parkdichte nicht auf die Grundstücke fahren könne, weil ein zu geringer Wenderadius die Abfallwirtschaft am gefahrlosen Wenden hindere. Die Konsequenz ist, dass die Mülltonnen ungeleert bleiben, sehr zum Verdruss der Anwohner. Bereits in der Vergangenheit waren die Anwohner mit dem Wunsch einer Einbahnstraßenregelung in diesem Bereich an den Bürgermeister und Verkehrsdezernent sowie Vorsitzenden des CDU-Stadtverbandes, Dag Wehner, herangetreten. Eine Einbahnstraßenregelung würde jedoch die Verkehrsproblematik, die ohnehin aufgrund der vielen an den Straßenrändern parkenden Pkws besteht, nur noch verschlimmern, weil dann Verkehrssünder und Raser mit noch weniger Rücksichtnahme am Straßenverkehr teilnehmen würden, da sie mit keinem Gegenverkehr mehr zu rechnen hätten.
Erhöhtes Verkehrsrisiko für Fußgänger durch versperrte Zuwegung
Eine weitere Problematik sei nach Schilderung der Anwohner, dass durch die Baustelle zur Erweiterung der Antonius-von-Padua-Schule die Zuwegung auch zu der unweit entfernten Zitronenfalter Apotheke versperrt sei. Früher erreichten Schulkinder und Passanten ihre Zielorte durch die Kolpingstraße, die aktuell aufgrund eines dort installierten Bauzaunes nicht passierbar ist. Dies hat zur Folge, dass die Schulkinder über die Hauptstraße laufen müssen, ein nach den Anwohnern aufgrund der Verkehrssituation nicht ganz ungefährliches Unterfangen, zumal sich in unmittelbarer Nähe zwei Spielplätze befinden. „Kinder achten, wenn sie im Eifer des Spieles sind, nicht immer auf den Straßenverkehr. Sie rennen einfach über die Straße. Wir sind um unsere Kinder in Sorge. Wir müssen besser auf unsere Kinder achten“, so ein Anwohner.
Die Anwohner der Carl-Schurz-Straße brachten am Freitagabend jedoch nicht nur Kritik vor, sondern brachten beispielsweise für die Bepflanzung im Bereich der Auffahrt zur Carl-Schurz-Straße durch die Stadtgärtnerei Fulda ihre Freude und Dankbarkeit zum Ausdruck. Hier werde die Zufahrt eines Wohngebietes leidenschaftlich und mit viel Liebe zum Detail verschönert und aufgewertet. Ebenso zeigte man sich dankbar, dass ein Versprechen, das im Rahmen eines Austausches auf dem Universitätsplatz Fulda verabredet mit der gestrigen Stippvisite auch eingehalten worden war. „Viele von uns werden Ihnen bestätigen können, dass wir hier oben auch Integration leben. Zum stark geprägten Bereich des Münsterfeldes gehören mitunter der Vaterhaus e.V., eine Initiative, die Alleinerziehende und Schwangere in schwierigen Lebenslagen unterstützt, das Jugendzentrum und die Kita Entdeckerinsel.
Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende, Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion und Abgeordneter des Hessischen Landtags im Wahlkreis Fulda 14 (Stadt), Thomas Hering, dem gestern die Führung der Begehung oblag, richtete für den gestern bei der Begehung verhinderten Fuldaer Stadtbaurat, Daniel Schreiner, aus, dass, da die Klinikschule in den Gallasiniring umzieht, mittelfristig mit einer Entspannung der Verkehrslage zu rechnen sei.
Gelungenes Beispiel einer Wohnquartiersentwicklung
Bürgermeister und CDU-Stadtverbandsvorsitzender Dag Wehner hieß den Zusammenhalt in der Carl-Schurz-Straße auch aus städtebaulicher Sicht ein gelungenes Beispiel ein ehemaliges militärisch genutztes Areal in eine gute Zukunft überführt zu haben. Vor über 25 Jahren habe man im Münsterfeld eine Entwicklung angestoßen, die dazu führte, dass dort heute, im 21. Jahrhundert, ein ganz normales Leben in einem Mischgebiet von Wohnen und Gewerbe möglich ist. Wo wohnen auf unterschiedliche Nutzung trifft, gelte es, so Bürgermeister Wehner, als Stadt immer wieder zu moderieren und zu schauen, die unterschiedlichen Interessenslagen letztendlich im Sinne der Bewohner unter einen Hut zu bringen. Dies sei ein Prozess. In der Münsterfeldallee angekommen stellte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Fuldaer Stadtparlament Thomas Hering heraus, dass diese mehrere Bauabschnitte erfahre. Der Wertstoffhof wird von der Weimarer Straße in die Münsterfeldallee, zwischen die Stadtteile Maberzell und Münsterfeld verlagert. Wie Thomas Hering verdeutlichte, galt es auch hier, die bestmögliche Lösung zu finden. An seinem neuen Standort soll der Wertstoffhof, so Hering, der Fair- und Entsorgung dienen. Hierzu Hering: „Es wird eine Maßnahme entstehen, die im Vorfeld reiflich überlegt und durchdacht wurde auch mit einer Kreisellösung. Gegenüber dem Kreisverkehr ist eine Agri-Photovoltaikanlage in Planung.“
Kreiselinstallation in Münsterfeldallee erst nach Abschluss der ersten Baumaßnahmen im unteren Bereich
Der erste Bauabschnitt soll, so wurde gestern verkündet, „zeitnah“ erfolgen. In Gesprächen mit dem Fuldaer Stadtbaurat Daniel Schreiner habe man in Erfahrung bringen können, dass in wenigen Wochen eine Baustraße entstehen soll, die auch von anderen Verkehrsteilnehmern genutzt werden solle. Der Kreisel soll jedoch erst dann installiert werden, wenn die ersten Baumaßnahmen im unteren Bereich der Münsterfeldallee abgeschlossen sind. Verkehrsdezernent, Bürgermeister Dag Wehner merkte an, dass angesichts der rückläufigen Steuereinnahmen Bauvorhaben dieser Art jede Stadt vor große Herausforderungen stelle.
Wir bereits bei vergangenen Begehungen und der Öffentlichkeitsarbeit deutlich wurde, hat die Stadt Fulda im Stadtteil Haimbach Grundstücke erworben. Das Baugebiet ist bereits in der Umsetzung. Wie Thomas Hering gestern bekundete, gingen hier bereits erste Anfragen ein, die möglicherweise daraus resultierten, dass man in Haimbach mit Preissteigerungen rechne. Auf die Frage, wie es mit sozialverträglichem Wohnungsbau aussehe, sagte Hering, dass die Stadt zum Beispiel „Im Waidesgrund“ große Fortschritte mache.
Der Bürgermeister der Stadt Fulda, Dag Wehner, stellte heraus, dass das, was sich aktuell in Fulda, konkret in Haimbach wie auch im Waidesgrund tue, für Städte eher ungewöhnlich sei. Insbesondere im Waidesgrund entsteht ein großer Anteil an sozialgebundenen Wohnraum, dazu an prominenter Lage, nur wenige Gehminuten vom Bahnhof und dem Innenstadtkern entfernt.
Ihr Ende nahm die gestrige Sommerbegehung der CDU-Stadtverordnetenfraktion im Biergarten Stadtblick an St. Kathrin, wo Fragen beantwortet und Stellung zu einzelnen Projekten bezogen wurde. +++ jessica auth











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