MIT Hessen empört über Äußerung der SPD-Generalsekretärin

Fulda. „Die Mittelständler in Hessen sind empört über die Äußerungen der SPD-Generalsekretärin Fahimi. Sie muss dringend von der SPD zur Ordnung gerufen werden“, fordert der Landesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung Hessen (MIT), Frank Hartmann, in Fulda. SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi habe wörtlich im Zusammenhang mit den übertriebenen Dokumentationspflichten beim Mindestlohn erklärt: „Wer es als Arbeitgeber nicht schafft, einen Stundenzettel ordentlich auszufüllen, ist entweder ein Gauner – oder schlichtweg zu doof“.

Hartmann erklärte, alle Arbeitgeber würden flächendeckend durch diese Äußerung beleidigt. Dies sei nicht hinnehmbar. Die Äußerungen der SPD-Generalsekretärin seien billige Klassenkampfhetze und zeigten ihre ideologische Verblendung. Die bürokratischen Gängelungen des SPD-geführten Arbeitsministeriums werden durch den Dokumentationswahn beim Mindestlohn auf die Spitze getrieben. Dies erkenne man durch die aktuelle Diskussion. Die SPD-Generalsekretärin habe nach ihrem Studium bei der Gewerkschaft gearbeitet und sei dann Generalsekretärin der SPD geworden. Praktische Erfahrungen in einem Betrieb fehlten ihr. Sie wisse nicht wirklich, wie die Arbeitsrealität aussehe.

Ansonsten würden solche Äußerungen auch inhaltlich nicht gemacht werden können. Denn es gehe nicht einfach um das Ausfüllen von Formularen, sondern vielfach um die Feststellung der tatsächlichen Arbeitszeiten. Dieses würde zu erheblichem Arbeitsaufwand führen. Viele Mittelständler hätten keinen Verwaltungsapparat, der diese Arbeiten ausführe. Dies machen die Mittelständler abends oder am Wochenende. Die MIT Hessen fordere die SPD-Generalsekretärin auf, sich für die Wortwahl zu entschuldigen. Diese Äußerungen seien unqualifiziert und beleidigend. Gerne könne man der Generalsekretärin ein Praktikum vermitteln, damit sie praktische Erfahrungen im Arbeitsleben bekomme, erklärte Hartmann. „Wenn man wie die SPD-Generalsekretärin ein solches Scheinwissen über die tatsächlichen Abläufe in einem Betrieb und der Tätigkeit der mittelständischen Arbeitgeber besitzt, wundert man sich nicht mehr über die Entscheidungen der SPD“, so Hartmann. +++ fuldainfo

 
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5 Kommentare

  1. Seit wann hat ein Rechtsanwalt wie Herr Hartmann bessere betriebliche Erfahrung als eine Gewerkschaftssekretärin, die sich mit den Anliegen der Arbeitnehmer aus den Betrieben zu beschäftigen hat und somit einen weit größeren Horizont an Erfahrung hat? Wenn hier jemand ideologisiert, dann ist es Herr Hartmann, der mit allen Mitteln mit seiner Vereinigung versucht, die Betrügereien gegenüber den Beschäftigten weiterhin zu ermöglichen.

  2. Fahimi hat völlig Recht. Heute läuft in jeder mittelständischen Firma selbstverständlich der Arbeitszeitnachweis computergestützt. Das sind dann wenige Klicks in ein Programm. Die Methoden, wo der Firmenchef am Wochenende und abends auf kleinen Zettelchen irgendwelche Arbeitszeiten zusammenschreibt, gehören zur guten alten Firma Hesselbach in den 1950ern.

    • Da täuschen Sie sich aber gewaltig, Niniane! Selbständig heisst nicht umsonst ‘selbst und ständig’ arbeiten. Auch abends und am Wochenende gibt es genug zu tun. Aber Arbeit, die Grundwerte der Gesellschaft schafft, von der Frau Fahimi lebt! Stattdessen soll man Steuern eintreiben, die von Leuten, wie Frau Fahimi, garantiert fehlinvestiert werden.

      • Ich rede hier erstmal von der Lohnabrechnung und nicht von anderen Arbeiten, die ein Selbstständiger dann mal auch abends und am Wochenende leistet. Ich kenne jedenfalls keinen Betrieb, der seine Arbeitszeitnachweise und Lohnabrechnungen nicht per EDV macht. Lieber Vogtländer, Ihre Selbstständigkeit haben Sie selbst gewählt. Ich bin übrigens angestellt und im sozialen, medizinischen Bereich und muss im Schichtbetrieb auch am Wochenende arbeiten, das nur mal nebenbei.

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