Merkel wirbt für verbindliches Klimaabkommen

Paris. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zum Auftakt des Weltklimagipfels in Paris für ein verbindliches Klimaabkommen geworden. Das notwendige Ziel sei es, „den globalen Temperaturanstieg unter zwei Grad, bezogen auf die Temperaturen zu Beginn der Industrialisierung, zu halten“, sagte Merkel am Montag. „Wir wissen aber mit Blick auf kleine Inselstaaten: Das ist immer noch kein ausreichendes Ziel.

Daher brauchen wir ein UN-Abkommen, das ambitioniert ist, das umfassend ist, das fair und das verbindlich ist.“ Noch im Laufe des 21. Jahrhunderts sei eine weitgehende Dekarbonisierung unserer Volkswirtschaften notwendig. „Es geht um eine grundlegende Transformation unseres Wirtschaftens, die alle Sektoren erfasst – die industrielle Produktion, die Mobilität, die Energieerzeugung, die Wärmedämmung, die Energieeffizienz“, so Merkel. Zudem seien verbindliche Überprüfungen der Beiträge der Länder notwendig. „Deutschland wünscht sich diese nach jeweils fünf Jahren, beginnend vor dem Jahr 2020“, sagte die Bundeskanzlerin.

„Keiner dieser Beiträge darf im Laufe der Zeit abgeschwächt werden, sondern die Beiträge müssen verstärkt werden. Wir brauchen eine klare Transparenz, was die Messmethoden anbelangt, damit daraus Glaubwürdigkeit entsteht.“ Ein umfassendes, globales Klimaabkommen sei eine „Frage der ökologischen Notwendigkeit und genauso der ökonomischen Vernunft“, betonte die Kanzlerin. „Das ist eine Frage der Generationengerechtigkeit. Das ist eine Frage der Menschlichkeit, ja, es ist eine Frage der Zukunft der Menschheit.“ An der Konferenz nehmen Vertreter aus 195 Staaten teil. +++ fuldainfo

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Letzte Aktualisierung: 30.11.2022, 05:22 Uhr
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