Merkel: Abschottung wird die Flüchtlingskrise nicht lösen

Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihre insbesondere in der Union umstrittene Flüchtlingspolitik verteidigt: "Die simple Abschottung wird nicht das Problem lösen", sagte Merkel in der Generaldebatte zum Haushalt am Mittwoch im Bundestag. Es gehe vielmehr darum, illegale Flüchtlingsströme zu legalen zu machen, damit den Schleppern das Handwerk gelegt werden könne, so die Kanzlerin.

Merkel plädiere deshalb für "legale Kontingente" für Flüchtlinge, die innerhalb der EU zu vereinbaren seien. Es gehe auch darum, "die Zahl der bei uns ankommenden Flüchtlinge zu reduzieren", so die Kanzlerin. Zugleich erklärte Merkel, dass man den syrischen Flüchtlingen neben einer Integration in Deutschland auch eine Rückkehrperspektive aufzeigen müsse. "Wenn in Syrien einmal Frieden wäre, dann werden viele derer, die heute einen Aufenthaltsstatus nach der Genfer Flüchtlingskonvention haben, auch wieder zurück in ihre Heimat gehen", sagte die Kanzlerin.

"Ich plädiere auch dafür, dass wir ihnen nicht einreden sollten, dass sie das nicht tun sollten." Die Flüchtlingskrise sei ein Problem von globalem Ausmaß, so Merkel. Die Fluchtursachen in den Herkunftsländern, etwa Terror und Krieg, müssten deshalb bekämpft werden, betonte die Kanzlerin. +++ fuldainfo

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10 Kommentare

  1. “Die simple Abschottung wird nicht das Problem lösen”

    Doch, die simple Abschottung würde das Problem lösen.

    Man kann zur Flüchtlingskrise, zu Ausländern im Allgemeinen,
    und zu Lage in Europa stehen, wie man will, aber "es laufen zu lassen"
    verschlimmert das Problem.

    Warum kommen die Menschen nach Europa, und speziell nach Deutschland?

    Weil Sie hier versorgt werden.

    Würden die Menschen "nur" vor Krieg und Verfolgung fliehen,
    so würden sie den kürzesten und ungefährlichsten Weg nehmen,
    gerade so weit, wie nötig, um schnellst möglich wieder in die
    Heimat zu können, wenn Krieg und/oder Verfolgung vorbei sind.

    Den Menschen wird vorgegaukelt, es ginge Allen Menschen in Deutschland gut.
    Es wird ihnen versprochen, sie würden versorgt, bekämen Autos, Häuser,
    Geld. (Hierzu gibt es Umfragen unter Flüchtlingen)

    Die Schlepperbanden machen "Werbung" dazu nutzen Sie Alles, was an positiven Meldungen aus Europa kommt, und dichten den Rest dazu.

    Jeder angekommene und aufgenommene Migrant meldet nach Hause, das er es geschafft hat, und wie nett er aufgenommen wird.

    Sofort machen sich die Nächsten auf den Weg.
    Ihnen werden Hunderte und Tausende €uros versprochen.
    Mit 5 oder 10 €uro könnten diese Menschen in Ihrer Heimat lange und gut leben,
    das die Lebenshaltungskosten bei uns anders sind, ist diesen Menschen nicht bekannt, das können sie auch nicht nachvollziehen, und es wird Ihnen auch vor Beginn der Reise nicht erklärt. (Warum auch? Die Schlepper wollen verdienen)

    Würde Europa seine Grenzen schließen, würde Deutschland die Aufnahme verweigern,
    würde sich auch Das rumsprechen.

    Wenn die Menschen merken, das sie Nichts zu erwarten haben, außer Abweisung, Gefahr und den Rückweg, dann machen sich auch keine neuen Migranten mehr auf den Weg.

    Hilfe zur Selbsthilfe ist sinnvoll und notwendig,
    eine unbegrenzte Aufnahme ist unmöglich und wird
    Jene, die helfen wollen selbst in den Abgrund treiben.

  2. @Redaktion

    Wundern tue ich mich schon lange nicht mehr. Dafür lebe ich schon viel zu lange in Fulda. Nur der Frustpegel steigt beständig.

    Was sollen wir sagen? ;)

  3. @Anonymous

    Fulda war nie eine ausländerfreundliche Stadt. Das können ihnen viele farbige Studentinnen und Studenten sicher bestätigen, wenn sie versuchten, eine Wohnung zu bekommen.

    Die aktuelle Vielzahl negativer Kommentare hier auf Fuldainfo und in der FZ bezüglich der Flüchtlingssituation untermauert dies ebenfalls. Leider!

    Der Horizont mancher sog. "Eingeborener" Kommentatoren scheint wohl immer noch sehr begrenzt zu sein.

    Und das, obwohl mittlerweile über 6.000 Studierende auch aus dem Ausland hier in Fulda studieren. Und trotz einer immer größer werdenden muslimischen Gemeinde (u.a. Ahmadiyya Muslim Jamaat) und vielen Menschen aus der ganzen Welt, die hier leben und diese Stadt bereichern.

    Es ist bedauerlich: Da wird diese Stadt immer bunter, jedoch ändert das Nichts an der mitunter sogar feindlichen Einstellung vieler Menschen gegenüber allen, die kein Rhöner Platt sprechen. Da können unsere Politiker gerne überall das Gegenteil behaupten. Es nützt nichts.

    Auswirkungen: Die Flüchtlinge hier in Fulda werden mittlerweile in aller Stille nachts von Giessen aus über das Landratsamt verteilt. Ich sehe das regelmäßig, wenn hier vor dem Amt nach Einbruch der Dunkelheit große Busse aus Giessen vorfahren. Soweit ist es schon, daß der Landrat sein eigenes Handeln vor dem Mopp verstecken muss.

    Armes Fulda, armes Land!

    Anmerkung der Red.: Wenn ein Mann wie Hohmann auf einem Portal der Region eine Plattform bekommt! Sollten Sie sich über nichts wundern.

  4. Sehr geehrte Damen und Herren.

    Eigentlich ist Frau Dr.Angelika Merkel Bundeskanzlerin für das "Deutsche Volk" und nicht für die Welle der Zuwanderer. Leider vermisst man da ihre Handlungen. In "D" gäbe es genug Probleme.
    Irgendwie müssen diese Menschen doch Wind bekommen nach "D" oder Europa zu kommen(C.Roth und Co sowie Christian Springer und Co ???) Der Start dieser Flüchtlingswelle in diese Richtung lässt dies stark vermuten.
    Gleichzeitig wurde berichtet, dass das Königreich S.-Arabien jedemenge Zelte in der warmen Umgebung für mehr als 100000 Menschen bereit gestellt hat.
    Europa ist nicht bereit oder gewappnet für diese Menschenstruktur. Muslime und der Islam sind hier fremd. Gut, es gibt Menschen, die sich anpassen, dass sind wenige. Auch wenn einige "A" es nicht wahrhaben wollen und es herbeireden.
    Auf lange Sicht kommen viele nicht zurecht, hängen durch wie in Vororten von Paris und Brüssel.
    Einige regierende leben in abgeschottenen Bezirke mit Bewachung, dort erlebt man nur die Sonnenseite des Lebens.
    Es schleicht sich durch das Land ein Gefühl der Unsicherheit. Zwar ist nicht jeder bärtige oder mit dunkler Haut ein Böser. "D" und Europa kann nicht einfach vermischt werden mit aus jeder Gegend.
    Die große Politik versäumt es seit ...Jahren mehr Einigkeit auf dem blauen Planeten zu Schaffen, stattdessen wird geschürrt, damit die Waffen an den Mann kommen. Ende
    Helmut E

  5. Ich finde es sehr wichtig, dass die Fluechtlingspolitik weiter gefuehrt wird. In vielen Entwicklungslaendern, ich nenne hier mal einige Laender Lateinamerikas funktioniert dies doch auch.In Brasilien, Paraguay, Argentinien..... leben Christen , Lutterische, Mennoniten, Mormonen, Indios, Moslems , Juden, Nichtglaeubige etc.und die Bewohner der versch. Glabensrichtungen auch noch aus den verschiedensten Laendern miteinander. Durch die Vermischungen der verschiedenen Lebensformen und Kulturen entsteht auch ein Toleranzverhalten gegenueber neuem, und es kann dem Leben auch sehr viel positives und Sicherheit bringen.
    Nach jahrelanger Auslandsarbeit mit den verschiedenen Kulturen kann ich dies nur bestaetigen. Es ist nicht einfach, dennoch eine sehr interessante Herausforderung, der wir uns in dieser Zeit unbedingt stellen muessen.

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