Mehr Teilhabe für Menschen mit Demenz

Die Katholische Erwachsenenbildung Hessen (KEB Hessen) hat mit dem Projekt „DeBiT 2.0 – Demenz: Bildung durch Teilhabe“ neue Möglichkeiten geschaffen, um Menschen mit Demenz aktiv in die Erwachsenenbildung einzubinden.

In den letzten Monaten entstanden gezielte Bildungsangebote und neue Konzepte, um soziale Kontakte und Lebensqualität durch Weiterbildung zu fördern. Das Hessische Kultusministerium finanzierte das Projekt, die Katholische Akademie Fulda sowie der HESSENCAMPUS Fulda unterstützten es zusätzlich. Bildung erleichtert gesellschaftliche Integration, was hier deutlich wurde. Geleitet von Ulrich Dreismickenbecker, Experte für Gesundheit und Theologie, erzielte „DeBiT 2.0“ langfristige Erfolge und wird nun abgeschlossen.

Bildung ermöglicht mehr soziale Kontakte

Das Projekt öffnete Weiterbildungsangebote für Menschen mit Demenz und passte sie an deren Bedürfnisse an. Pflegeeinrichtungen beteiligten sich aktiv daran. Die Angebote fanden direkt im Wohnumfeld statt, Angehörige wurden einbezogen. Neue Methoden gingen über reine Teilnahme hinaus und boten echte Mitgestaltungsmöglichkeiten. „Weiterbildung trägt zur Lebensqualität bei – auch für Menschen mit Demenz“, sagt Johannes Oberbandscheid, Vorsitzender der KEB Hessen. „Gezielte Angebote helfen dabei, Fähigkeiten zu erhalten und soziale Kontakte zu stärken.“

Neue Wege zur aktiven Beteiligung

Zwischen Juni und Dezember 2024 wurden verschiedene Formate erprobt, die Menschen mit Demenz aktiv einbezogen. Seminare behandelten Themen wie Familie oder Rechte im Alltag. Weitere Kurse befassten sich mit Krankheit oder Sterben. Bildungs- und Tanzsalons verbanden kulturelle Inhalte mit Begegnungsmöglichkeiten. Zusätzlich gab es digitale Formate für flexible Teilnahmezeiten. Interaktive Apps machten Weiterbildung unabhängig vom Ort möglich. Auch Pflege- und Betreuungskräfte erhielten Schulungen, um Weiterbildungsansätze in den Alltag einzubinden. Fachtagungen sowie öffentliche Vorträge informierten über die Bedeutung von Bildung für Menschen mit Demenz und erreichten eine breite Öffentlichkeit.

Langfristige Umsetzung geplant

Die entwickelten Angebote bleiben über das Projektende hinaus nutzbar. Durch Kooperationen mit Pflegeeinrichtungen, kirchlichen Bildungswerken und lokalen Initiativen entstanden langfristige Strukturen für eine Fortführung der Inhalte. „Bildung sollte für Menschen mit Demenz selbstverständlich zur Erwachsenenbildung gehören“, betont Oberbandscheid abschließend. +++


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