Mehr Geld und Beschäftigungssicherung bei K+S

Nach langwierigen und intensiven Verhandlungen hat sich die IGBCE in der Nacht von Freitag auf Samstag mit dem Verband der Kali- und Salzindustrie (VKS) in der vierten Tarifrunde auf einen Abschluss für die 10.000 Beschäftigten des Bergbauunternehmens geeinigt. Neben einem Entgeltplus von 3,2 Prozent und mehr Geld für Beschäftigte im Schichtbetrieb bringt dieser durch die Verlängerung der Zukunftsvereinbarung Arbeitsplatzsicherheit bis Ende 2028.

IGBCE-Verhandlungsführer Moritz Hautmann betont: „In der schwierigen wirtschaftlichen Lage haben wir alles rausgeholt, was ging. Wir haben ein umfangreiches Gesamtpaket geschnürt, das die Beschäftigten finanziell entlastet und ihnen mehr Sicherheit gibt.“ Besonders hervorzuheben sei die geforderte und durchgesetzte Weiterentwicklung des Gewerkschaftsbonus: „Die jährliche Zahlung an Mitglieder der IGBCE erhöht sich um 120 Euro. Zusätzlich bleibt der freie Tag für Gewerkschaftsmitglieder erhalten.“

Zukunftskonzept

Das „Zukunftskonzept 2026“ bleibt bis zum Ende der regulären Laufzeit, bis zum 31. Dezember 2026, unverändert und wird danach mit leichten Anpassungen um zwei Jahre verlängert. Dadurch sollen bis zum 31. Dezember 2028 die deutschlandweit rund 10.000 Arbeitsplätze der Beschäftigten gesichert und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gestärkt werden.

Das Konzept wird verlängert, weil der Kali- und Steinsalzbergbau in Deutschland weiterhin vor erheblichen Herausforderungen steht. Die vielfältigen Gründe dafür sind unter anderem ein schwieriges Marktumfeld, schwankende Preise und hoher Wettbewerbsdruck bei gleichzeitig steigenden Kosten durch zurückgehende Rohsalzmengen und höhere Energiepreise.

„Mit dem Zukunftskonzept ist das Unternehmen gut aufgestellt, um die Transformation voranzutreiben und langfristig die Arbeitsplätze im Land zu erhalten“, erklärt Hautmann und ergänzt: „Wir haben damit eine Brücke gebaut, bis sich die Preisentwicklung für Kali und Salz wieder verbessert. Die Beschäftigten beweisen damit erneut, dass sie mit der Anhebung ihrer Arbeitszeit auch bereit sind, ihren Anteil zur Sicherung ihrer Arbeitsplätze einzubringen.“

Die Möglichkeiten der flexiblen Arbeitszeitgestaltung bleiben damit bis Ende 2028 bestehen. Wichtig sei aber, dass alle Eingriffe in die Arbeitszeit bis zum Auslaufen der Vereinbarung befristet seien. Danach gelte wieder eine 38-Stunden-Woche. Hautmann unterstreicht: „Die von den Arbeitgebern geforderte 40-Wochenstunde ohne Entgeltausgleich haben wir erfolgreich abgewendet.“ +++


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