Der Kasseler Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke ist durch einen Schuss in den Kopf getötet worden. Dies haben die Staatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt am Montagabend in einer Pressekonferenz bestätigt. Der Schuss sei aus unmittelbarer Nähe abgefeuert worden. Hinweise auf ein Motiv gibt es bislang nicht. "Die Ermittlungen laufen in alle Richtungen", sagte ein Sprecher. Lübcke war in der Nacht zum Sonntag von Angehörigen auf seinem Grundstück in Wolfhagen-Istha im Landkreis Kassel gefunden worden.
Der Landrat des Landkreises Fulda Bernd Woide und der Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Frederik Schmitt äußern sich zum Tod des Regierungspräsidenten, der auch in der Region viele Menschen erschüttert: „Der plötzliche Tod von Dr. Walter Lübcke hat in uns allen tiefe Bestürzung ausgelöst. Es gibt kaum Worte, um dieses unfassliche Geschehen wirklich begreiflich zu machen. Zehn Jahre lang haben wir mit Walter Lübcke und der von ihm geleiteten Behörde gut und konstruktiv zusammengearbeitet. Er führte sein Haus mit großem Geschick, mit Kompetenz und Vertrauen in seine Kolleginnen und Kollegen. Als Regierungspräsident hatte er alle Regionen seines Wirkungskreises gleichermaßen im Blick. Osthessen besuchte er besonders gern – und er war dem Landkreis Fulda ein wichtiger und verlässlicher Fürsprecher. Walter Lübcke war gradlinig und ehrlich, verwurzelt und aufgeschlossen, lebensfroh und immer ansprechbar - einer, mit dem man gern zusammentraf, über Ernstes sprechen und gutgelaunt beisammen sein konnte. Walter Lübcke war ein guter Mensch. Er wird uns und der Region fehlen. Wir sind traurig und in unseren Gedanken bei seiner Familie, der wir die Kraft wünschen, das entsetzliche Geschehen aushalten und verarbeiten zu können.“
Wir alle in der Otto Benecke Stiftung e.V. sind traurig und tief bestürzt über den plötzlichen Tod von Walter Lübcke. Der Kasseler Regierungspräsident gehörte zu den echten Freunden der Otto Benecke Stiftung e.V. Er besuchte sehr häufig unsere Außenstelle in Kassel. Und wann immer wir Hilfe brauchten – auch die Kontakte zur hessischen Landesregierung – war er ein großartiger Brückenbauer. Zuletzt traf ich ihn gemeinsam mit Hartmut Linnekugel, den Bürgermeister der Stadt Volkmarsen; wir nahmen zusammen ein Mittagessen ein und hier war es wie bei allen meinen Begegnungen mit ihm: Walter Lübcke sprühte voller Lebensfreude. Wenn man mit ihm zusammen war im öffentlichen Raum, dann war man Zeuge, wie nah er den Menschen war – und wie nahe die Menschen ihm waren – wohl das schönste Zeugnis für einen humanen Politiker, der jetzt nicht mehr unter uns ist. Meine Erinnerungen an Walter Lübcke sind so frisch, als hätte ich gestern noch mit ihm gesprochen, so Prof. Dr. Lothar Theodor Lemper Geschäftsführender Vorsitzender der Otto Benecke Stiftung e.V. +++

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